Nachruf auf Eva Pankok

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In den letzten Jahren wird niemand, der das Glück hatte, Eva Pankok im Gespräch zu erleben, ohne diese wichtige Empfehlung sich verabschiedet haben: „Wenn Du einem Nazi begegnest, musst Du brüllen.“ Diese Botschaft, so erzählte sie anlässlich eines konspirativen Nachmittags im Spätsommer 2011 gab sie stets den Kindern mit, die das museumspädadogischen Programm in Haus Esselt besuchten, aber auch allen anderen: Kulturmachern, Politikern, Professoren, Freunden, Besuchern … Sie selbst hatte erlebt, wie ihre Mutter, Hulda Pankok, als Soldaten das Grundstück durchsuchen wollten, diese durch Signale der Dominanz – laut und deutlich – zur Umkehr zwang. Auch unsere Studierenden lernten von ihr Zivilcourage, als sie überraschend am 5. April 2013 in Begleitung von Annette Burger im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf erschien und der Eröffnung des digitalen Briefwechsels Louise Dumont an Gustav Lindemann beiwohnte. Nun ist Eva Pankok am 16. Februar 2016 mit 90 Jahren gestorben. Wir, d.i. das Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, trauern um sie und danken ihr für die Impulse, die sie unermüdlich gesetzt hat: Mut, Hoffnung und Liebenswürdigkeit.

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