Vortrag Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann: Neue, alte Frömmigkeit. Literatur nach 1945

Teil II der Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“

  1. Mai 1945… absolute Stille nach dem letzten Volkssturm… Eine Stunde Null“?

Antworten gab es viele. Sie changieren zwischen der Beschwörung „Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten!“ und der Diagnose eines Totalverlustes deutscher Identität. Der Ruf nach der Restitution des „Abendlandes“ wird laut!

Eine Antwort, was damals gefühlt und erdacht wurde, fällt bei einem Vergleich mit der Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkrieges leichter, ja, ohne einen Blick zurück lassen sich die Denkbilder, Erklärungsmuster und Zukunftsentwürfe kaum angemessen einschätzen. Den Ruf nach der Rettung des Abendlandes hatte es bereits in dieser ersten Nachkriegszeit gegeben.

Dennoch wird man einen bemerkenswerten Unterschied herauslesen können, wenn die literarischen Quellen, die frühe Theaterarbeit und die kulturelle Praxis der Zeit nach 1945 in den Blick gerät.

Dieser Teil der Ringvorlesung verknüpft im Vergleich die beiden Krisenzeiten nach Beendigung der Weltkriege. Fragen nach Ausdrucksformen und Strukturen in der Kultur und nach ihrem Stellenwert für die „Bonner Republik“ erlauben dabei, Formen alter und neuer Frömmigkeit wiederzuentdecken, die kaum mehr zu unserem Selbstbild der beginnenden Demokratie gehören.

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