Zum Projekt

Im Rahmen des Seminars „Louise Dumont-Gustav Lindemann. Eine digitale Briefedition“ an der Heinrich-Heine-Unviersität Düsseldorf entstand die Idee, einen Katalog der Werke des Bühnenbildners Eduard Sturm (1885-1952) zu erstellen. Sturm arbeitete von 1910 bis 1912 und von 1924 bis 1932 im Schauspielhaus Dumont-Lindemann als Bühnengestalter.

Das Schauspielhaus Düsseldorf wurde uns durch ein Seminar von Frau Cepl-Kaufmann, Frau Grande, Frau Riener und Frau Hendrich im Sommersemester 2012 nähergebracht. Im Rahmen dieses Seminars wurde sowohl eine Einführung in das Archivwesen und die Transkriptionsmethode gegeben, als auch bereits die Korrespondenz zwischen der Schauspielerin Louise Dumont und dem Regisseur Gustav Lindemann transkribiert.

Bislang gibt es keine Monographie über Eduard Sturm; das Ziel unseres Projekts besteht deshalb vor allem darin, diese Forschungslücke in der Theatergeschichte Düsseldorfs zu schließen. Dabei erschien uns das Archiv des Theatermuseums Düsseldorf als ein wichtiger Ausgangspunkt, weil sich dort eine Vielzahl für unser Projekt relevanter Materialien befindet. Das Archiv bewahrt einen großen Teil des Nachlasses Sturms, darunter auch eine Personalakte und eine Reihe von Korrespondenz zwischen Sturm und der Leitung des SHD. Bedeutsam ist zudem der Nachlass von Helmut Grosse, der Eduard Sturm persönlich kannte und von diesem zahlreiche Arbeiten wie Bühnenbildentwürfe, technische Zeichnungen und freie Arbeiten erhielt.

Während eines Praktikums im Archiv des Theatermuseums wurde bereits der zu Sturm erhaltene Archivbestand systematisch zu erschließen versucht, indem die für das Projekt bedeutsamen Materialien zum Zwecke einer besseren Zugänglichkeit digitalisiert und geordnet wurden. Daten wie Autor, Titel und Aufführungsdatum der Theaterstücke sowie die dazu erschienenen Pressenberichte wurden gesammelt, Bilderdateien wie Entwürfe, technische Zeichnungen und freie Arbeiten Sturms kategorisiert und beschriftet.

Es zeigte sich, dass vor allem die Presseberichte über die Inszenierungen des SHD als wichtige Quelle für die Reaktionen auf und die Kritik an Sturms Bühnenausstattung dienen können. Ein wichtiges Hilfsmittel ist ergänzend die Zeitschrift des SHD Masken, die einige Berichte über und von Sturm publiziert hat. Zu Sturms Leben und über seinen Charakter geben insbesondere die Nekrologe, die nach seinem Tod im Jahre 1952 erschienen, einige Anhaltspunkte. In der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln/Schloss Wahn befinden sich weitere Briefe an und von Sturm, die über seine Tätigkeit sowohl in Düsseldorf als auch in München berichten; damit sind insgesamt ca. 30 Briefe nach wissenschaftlicher Methode transkribiert worden.

In der vorliegenden Arbeit werden die Biografie Sturms sowie sein künstlerischer Werdegang zum ersten Mal intensiv behandelt und dem Publikum vorgestellt. Um ein besseres Verständnis der sturmschen Bühnenbildarbeit zu ermöglichen, wird die Geschichte der Bühnengestaltung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts skizziert. Anschließend werden Abbildungen ausgewählter Werke Sturms in chronologischer Reihenfolge gezeigt. Ein kurzer Text wird jeweils den Inhalt und die Inszenierungsweise der für Sturms Ausstattungsarbeit charakteristischen Stücke Peer Gynt und Kaiser und Galiläer beschreiben, um dann weiter den Unterschied zwischen Sturms Werken und denen seiner Zeitgenossen zu vermitteln.

Fida Soubaiti-El-Ali

Jisue Byun

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