Tagung „Die Neue Akademie: die Kunstakademie Düsseldorf 1919-1933“

Am 24. und 25. Mai 2019 findet in der Kunstakademie in Düsseldorf die Tagung „Die Neue Akademie: die Kunstakademie Düsseldorf 1919-1933“ statt. Die Tagung ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem dortigen An-Institut „Moderne im Rheinland“ und der Kunstakademie Düsseldorf.

Informationen zum Programm und zur Tagung hier.

Dessauer Gespräche: Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann „1919 – Zeit der Utopien“

Am 17. April 2019, 18.30 – 20.30 Uhr eröffnen die Dessauer Gespräche mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann zu ihrem Buch „1919 – Zeit der Utopien“

„1919 – ein Ausnahmejahr zwischen Kaiserreich und Republik: Das föderale Deutschland meldete sich zurück. Gertrude Cepl-Kaufmann präsentiert das turbulente Jahr als Panorama inszenierter Stadtporträts und bietet ein Wimmelbild zu der Frage, wie das Deutschland der Zukunft damals aussehen sollte: wie das revolutionäre Kiel, die Räterepublik in München, das besetzte Rheinland? Mit der Dynamik weg vom Preußischen Militarismus und hin zum Pazifismus hing Wandel in der Luft – mit Utopien für morgen, »Menschheitskathedralen«, neuen Schulen wie dem »Bauhaus«. Nie gab es so viel Zukunft, Freiheit, Zensurlosigkeit, bis die ›warlords‹ mit ihrer Dolchstoßlegende die Bühne betraten.“
(aus der Ankündigung zum Buch; transcript)

Der Vortrag wird in Deutsch gehalten und ins Englische übersetzt.

Beginn ist um 18.30 Uhr im Hörsaal des Gebäudes 08, Bauhausstraße 5, 06846 Dessau. 

Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Glas-Galaxien 1919-2019. Ein Stoff im Wandel. Eine Unkonferenz zur Durchsicht im Rahmen des Projektes „Woraus wird Morgen gemacht sein?“

25. und 26. April 2019, NRW-Forum

Dekorativ, utopisch ebenso wie dystopisch, kristallin, amorph, spiegelnd, splitternd, sakral, transzendent – Glas wird eine Vielfalt an Eigenschaften und Facetten zugedacht. Die Unkonferenz „Glas-Galaxien “ nimmt sich das markante Material vor, das die Akteure der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts über die Postmoderne bis zur Gegenwart in besonderer Weise reizte! In Diskussionen, Reflexionen, künstlerischen und literarischen Interventionen, Materialproben und workshops laden wir zum Austausch über Glas und die damit verbundenen Denkbilder ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Altersgruppen.

Zwischen Utopie und Dystopie: Glas!

Ein Blick zurück: vor 100 Jahren formiert sich um den Architekten Bruno Taut die „Gläserne Kette“ – auch Walter Gropius ist dabei. Ihre Kette war eine Diskursgemeinschaft mit utopischer Geisteshaltung in einer Zeit der ideellen, gestalterischen und politischen Machtkämpfe. Am Denkbild Glas machten die Avantgarden die Möglichkeit fest, maßgeblich Einfluss auf die Zukunft zu nehmen. Taut hatte bereits zur Werkbundausstellung 1914 in Köln ein Glashaus entworfen, das er mit Sprüchen seines Schriftsteller- und Künstlerfreundes Paul Scheerbart versah: „Ohne einen Glaspalast, ist das Leben eine Last.“ Das Rheinland war also bereits 1914 Realisations- und Probeort des bis dato avanciertesten Zugriffs auf das Material der Avantgarde. Glas fungiert hierbei als Transmitter für künstlerische Gestaltung, als abstrahierendes Element, als Motor im Projekt des Universalunterrichts zwischen Kunst und Gesellschaft.

Im heutigen Gebrauch steht Glas dagegen für Scheintransparenz und Machtmissbrauch, z.B. im „gläsernen Bürger“ oder auch in der „gläsernen Decke“. Mit dem Glasfaserkabel schließlich fällt das ganze Potential von Glas als Denkbild erneut ins Auge: es steht für Dynamik, schnelle Kommunikation, Transparenz, Bespitzelung und die Parallelrealität des Digitalen und manifestiert sich in den aktuellen Diskussionen um den Bildungspakt.

Zum Programm

Als Teil des Projektes „’Woraus wird Morgen gemach sein?’ Ein inter- und transdisziplinäres Bildungs- und Forschungsprojekt im Bauhausjahr 2019“ untersucht die Unkonferenz das Potential des Denkbildes und Materials ausgehend von den Avantgarden für die Gegenwart. Was ist die Gläserne Kette unserer Zeit? Der Gruppenchat, der als digitales Kommunikationsforum das Glas ins Digitale transferiert und aus der gläsernen eine digitale Kette macht? Fest steht: in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts hat sich das Glas eine neue Materialität errungen. Unsere neuen Kathedralen sind nicht mehr nur gläserne, sie sind auch digitale Gebilde, in denen sich die zukünftigen Diskurse abspielen werden. Die Unkonferenz und Werkstatt „Glas-Galaxien“ ist eine Einladung an alle, gestern und heute, Analoges und Digitales, in einer Synthese zu verbinden und mittels verschiedener Materialproben die neuen Glaspaläste zu entwerfen.

Die Veranstaltung des Instituts „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im NRW-Forum ist Teil des Verbundprojektes „Bauhaus100 im Westen“ unter der Leitung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, des Landschaftsverbands Rheinland und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe.

Anmeldung: info@moderne-im-rheinland.com

10.04.2019 Als die Utopie modern war. Moderne Tendenzen der 1920er Jahre im Rheinland, Kunstmuseen Krefeld

Herzliche Einladung zur Diskussionsrunde am 10.04.2019 in Haus Esters, Kunstmuseen Krefeld. Ab 19.00 Uhr diskutieren dort im Rahmen der Ausstellung „Anders wohnen. Entwürfe für Haus Lange und Haus Esters“

  • Dr. Jasmin Grande (stellv. Leiterin An-Institut „Moderne im Rheinland“, Düsseldorf),
  • Christiane Lange (1. Vorsitzende von Mies van der rohe in Krefeld e.V.),
  • Dr. Wolfgang Schepers (ehem. Direktor des Museums August Kestner, Hannover),
  • Moderation: Dr. Ina Ewers-Schultz (Kuratorin, Köln, Mitglied im AK Moderne im Rheinland).

Weitere Informationen auf der Homepage der Kunstmuseen Krefeld.

Ringvorlesung „Von Guernica nach Düsseldorf“, Prof. Dr. Ursula Hennigfeld

Herzliche Einladung zu unserem letzten Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“

PROF. DR. URSULA HENNIGFELD: „VON GUERNICA NACH DüSSELDORF – DIE LEGION CONDOR UND DIE SPANIEN-POLITIK DER BONNER REPUBLIK“
ZEIT: DONNERSTAG, 31.1.2019, 17.00 UHR
ORT: STADTBüCHEREIEN DüSSELDORF, BERTHA-VON-SUTTNER-PLATZ 1, 40227 DüSSELDORF

Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Deutschland und Franco-Spanien geleugnet, dass die NS-Legion Condor für die Zerstörung der baskischen Stadt Gernika am 26.04.1937 verantwortlich war und dass auch deutsche U-Boote am Spanischen Bürgerkrieg teilnahmen. Der Vortrag beleuchtet die Verbindungen zwischen Legion Condor und Düsseldorfer Stadtgeschichte sowie die Spanien-Politik der Bonner Republik.