Dessauer Gespräche: Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann „1919 – Zeit der Utopien“

Am 17. April 2019, 18.30 – 20.30 Uhr eröffnen die Dessauer Gespräche mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann zu ihrem Buch „1919 – Zeit der Utopien“

„1919 – ein Ausnahmejahr zwischen Kaiserreich und Republik: Das föderale Deutschland meldete sich zurück. Gertrude Cepl-Kaufmann präsentiert das turbulente Jahr als Panorama inszenierter Stadtporträts und bietet ein Wimmelbild zu der Frage, wie das Deutschland der Zukunft damals aussehen sollte: wie das revolutionäre Kiel, die Räterepublik in München, das besetzte Rheinland? Mit der Dynamik weg vom Preußischen Militarismus und hin zum Pazifismus hing Wandel in der Luft – mit Utopien für morgen, »Menschheitskathedralen«, neuen Schulen wie dem »Bauhaus«. Nie gab es so viel Zukunft, Freiheit, Zensurlosigkeit, bis die ›warlords‹ mit ihrer Dolchstoßlegende die Bühne betraten.“
(aus der Ankündigung zum Buch; transcript)

Der Vortrag wird in Deutsch gehalten und ins Englische übersetzt.

Beginn ist um 18.30 Uhr im Hörsaal des Gebäudes 08, Bauhausstraße 5, 06846 Dessau. 

Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Radiotipp: Das Junge Rheinland im WDR3

Seit dem 7.2.2019 zeigt das Museum Kunstpalast in Düsseldorf eine Ausstellung zu zwölf Künstler*innen aus dem Jungen Rheinland. Der WDR hat u.a. Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann als Leiterin der „Moderne im Rheinland“ interviewt. Zum Nachhören hier: https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-kulturfeature/kuenstlergruppe-junges-rheinland-100.html?fbclid=IwAR1aKEp3TikW4CbqfhMDNoISIJZ_Gbhh89pVwtwFxRSHqAznXsPtID1jHF4

1968 in nationaler und regionaler Perspektive – Einladung zur Ringvorlesung

Mit einem Tandemvortrag zu über 1968 hier vor Ort beschließen wir in diesem Semester unsere Ringvorlesung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Datum: 8.2.2018, 17.00 Uhr

Ort: Tagungsraum der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf auf dem Campus der HHU

Dr. Thomas Gerhards, Dr. Uta Hinz:„Aufruhr am Rhein? – ,1968‘ in nationaler und regionaler Perspektive“

Die 1960er Jahre waren eine Zeit dynamischen gesellschaftlichen Wandels, die vielfach als Zäsur in der Geschichte der „Bonner Republik“ bezeichnet wurde. Zahlreiche Wandlungsprozesse nahmen bereits in den 1950er Jahren ihren Ausgang und kulminierten 1968 in den Studierendenprotesten. Diese soziale Bewegung war ohne Zweifel ein globales Phänomen mit nationalen Besonderheiten, aber auch mit regionalen Unterschieden. Berlin und Frankfurt waren die bundesrepublikanischen Zentren der Revolte, allerdings organisierten sich um die Universitäten in Köln, Bonn oder Münster ebenfalls lokale Protestbewegungen. Ruhig blieb es – noch – an der neuen Universität Düsseldorf. Zu fragen ist, ob die moderne transnationale Betrachtungsweise der „68er Bewegung“ nicht auch um eine transregionale zu erweitern ist.

Ringvorlesung: Prof. Dr. Volker C. Doerr über „Dieter Wellershoff und sein Projekt des Neuen Realismus“

Herzliche Einladung zur Ringvorlesung am 23.11.2017, 17.00-19.00 Uhr, Goethe Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

Prof. Dr. Volker C. Dörr: „Widerstand der Realität gegen das vorschnelle Sinnbedürfnis“. Dieter Wellershoff und sein Programm eines Neuen Realismus

Mitte der 1960er Jahre entwirft Dieter Wellershoff, seinerzeit Lektor beim Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch, das Programm eines ‚Neuen Realismus‘, von dem bald und bis heute (aber womöglich zu Unrecht) behauptet wird, es habe zur Bildung einer sog. ‚Kölner Schule‘ geführt. Der Vortrag will das Programm in seinem sozial- und literarhistorischen Kontext darstellen und nach seinen Voraussetzungen und Konsequenzen, sowie auch seinen Grenzen, fragen. Zudem sollen die ästhetischen Merkmale seiner Umsetzung – vor allem in Wellershoffs eigenem Romanschaffen dieser Zeit – in den Blick genommen werden.

Vortrag im Goethe Museum Düsseldorf: Goethe und Jakob Michael Reinhold Lenz in ihren alternativen Lebensentwürfen

Am kommenden Mittwoch, den 15.11.2017, 20:00 Uhr, trägt Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann über die alternativen Lebensentwürfe Goethes und Lenz‘ vor.

„Unsere Ehe“ – mit diesem Bild inniger Gemeinschaft deuteten Johann Wolfgang Goethe und Jakob Michael Reinhold Lenz die Qualität ihrer Begegnung im Straßburg der frühen 1770er Jahre. Beide suchten nach ihrem Ort in der Gesellschaft, beide erprobten literarische Muster, die es bisher noch nicht gab, beide dachten über das Besondere ihrer Zeitgenossenschaft nach. Zwischen der Anerkennung als Originalgenie, pietistischer Berufung oder dem Sitz in einer denkbaren „Gelehrtenrepublik“ à la Klopstock schien Vieles möglich. Die Freundschaft und gemeinsame Zukunft gerann schon wenig später zur Farce. Sie endete mit der zwangszweisen Entfernung des livländischen Schriftstellers aus Weimar, von Goethe lakonisch im Tagebuch legitimiert: „Lenzens Eseley“. Sein Urteil über den einstigen Freund liest sich seitdem wie ein Verdikt, das schon immer so und nicht anders hätte lauten können!

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Ringvorlesung: Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann über Schriftstellergruppen in der Bonner Republik

Herzliche Einladung zu unserer Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“ am 02.11.2017, 17.-19.00 Uhr ins Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf.

Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann: Gruppenspiele. Zur Kultur- und Literatursoziologie in der Bundesrepublik

Auf dem kulturellen Feld der Bonner Republik sind viele Akteure unterwegs, sie potenzieren ihre Kräfte und finden gemeinsame Ziele, treffen aber oft auf konkurrierende Interessen Anderer. In besonderer Weise sind die Gruppe 47 und die Dortmunder Gruppe 61 normgebend auf dem literarischen Feld. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Verlagslandschaft, Gattungen (mit einem Blick aufs Theater), Formen der Öffentlichkeit, auch die Wahrnehmung der kultursoziologischen Unterschiede, nicht zuletzt die Bedeutung für das kulturelle Profil der Bonner Republik.