Eröffnung der virtuellen Ausstellung zur Kalltalgemeinschaft

Wer war die Kalltalgemeinschaft, wann und in welchem Kontext? Hierüber informiert die virtuelle Ausstellung http://www.kalltalgemeinschaft.de.

Wir danken publicis pixelpark für das Konzept und die Umsetzung der virtuellen Ausstellung. Wir danken Dr. Sarah Czirr für die Kuratierung.

Wir danken den Förderern der virtuellen Ausstellung:

dem Landschaftsverband Rheinland und der NRW-Stiftung!

Ein kleiner Teil einer großen Bewegung, FAZ über die „Moderne im Rheinland“ am 02.09.2019

„War das Bauhaus in Weimar wirklich so einzigartig? Im Westen Deutschlands gab es Reformschulen, die den Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Es lohnt sich, sie wiederzuentdecken.“, mit diesem Satz leitet Gertrude Cepl-Kaufmann ihren Artikel über das Bauhaus aus der Perspektive des Rheinlands ein. Der Artikel erschien am 02.09.2019 in der FAZ.

Bauhütten 2019 in Simonskall am 3.9.2019

Am Mittwochnachmittag lädt die „Moderne im Rheinland“ ab 14.00 Uhr zum Austausch über das Denkbild Bauhütte ein!

Vorgestellt werden drei Beispiele aktueller Bauhütten:

  • Die Bauhütte des Hohen Doms zu Köln: vorgestellt von Dombaumeister Peter Füssenich
  • Das Projekt BAUHUETTE – Campusdach 100 Jahre Bauhaus, Dessau
  • Die Künstlerin Ute Reeh stellt das Projekt Bauhütte Wiesencafé in Düsseldorf Garath vor.

Statement von Dombaumeister Peter Füssenich zur Simonskaller „Bauhütte für Kathedralen des 21. Jahrhunderts“:

„So wie sich abzeichnet, dass das Bauhaus nicht nur eine Erfolgsgeschichte des 20. Jahrhunderts ist, sondern dass seine Strahl- und Wirkkraft über die Jahrtausendwende und in die Zukunft reicht, so gilt dies auch für das viel ältere Prinzip der Bauhütte, dessen Anfänge wir in der Werkstattgemeinschaft großer mittelalterlicher Kirchenbauten suchen müssen. Liest man das Vorwort des Bauhaus-Manifestes, in dem Walter Gropius zur Rückkehr zum Handwerk aufruft, zum „bewussten Mit- und Ineinanderwirken aller Werkleute untereinander“, zur Bildung einer „neuen Zunft der Handwerker ohne die klassentrennende Anmaßung […] zwischen Handwerkern und Künstlern“, liegen die Parallelen zwischen den Bauhaus-Idealen und dem Bauhüttenwesen auf der Hand. Bis heute hält sich in den Bauhütten der großen und kleinen europäischen Kirchen das stolze Selbstverständnis einer Kreativgemeinschaft, die Tradition und Innovation im eng verzahnten Zusammenwirken der einzelnen Gewerke als generationenübergreifendes Kontinuum verbindet. Im März 2018 gab die Deutsche UNESCO-Kommission bekannt, dass das Bauhüttenwesen in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes Deutschlands aufgenommen wurde, die Anerkennung der europäischen Dom- und Münsterbauhütten als immaterielles Kulturerbe der Menschheit ist beantragt und wird bis Ende 2020 bei der UNESCO beraten und entschieden. So wären nach dem Bauhaus nun auch die Bauhütten in der kulturellen Identität des 21. Jahrhunderts verankert.“

Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.bauhütte-simonskall.de

Ute Bales liest aus Ihrem Roman über Angelika Hoerle

Im Rahmen der Bauhüttenwoche in Simonskall liest Ute Bales am 6.9.2019, 18.00 Uhr aus ihrem Roman „Die Welt zerschlagen. Die Geschichte der Dada-Künstlerin Angelika Hoerle“.

Aus dem Klappentext:

„Ich habe keine Tochter mehr“, sagt der Vater, als Angelika gegen seinen Willen im Juni 1919 den aufstrebenden Maler Heinrich Hoerle heiratet. Angelika ist 19 Jahre alt und empfindet den Bruch mit dem Elternhaus wie eine Befreiung. Aber die Zeit ist hart. Die Novemberrevolution scheitert, die Folgen des Ersten Weltkriegs sind augenfällig. Britische Militärs haben die Kontrolle über die Stadt übernommen, Kriegsversehrte dominieren das Straßenbild; die Leute hungern. Für die Künstler, mit denen Angelika arbeitet, ist das Vertrauen in die Zukunft verloren. Sie attackieren die bürgerliche Gesellschaft mit radikalen Kunstwerken, Lautgedichten und turbulenten Dada-Aktionen, feiern Karneval, geben Zeitschriften heraus. Alle sind von der Idee getragen, eine neue und bessere Welt zu kreieren. Für kurze Zeit gehört Angelika zum Kreis um Max Ernst, Hans Arp und Johannes Theodor Baargeld. Dann schließt sie sich mit Freunden zur Gruppe Stupid zusammen. Sie ist 22, als sie an Tuberkulose erkrankt. Mittellos lässt Heinrich sie zurück …  

„Die Welt zerschlagen“ erzählt die Geschichte einer jungen Frau im Köln der 20er Jahre – eine Geschichte, die unauflöslich mit der Vergangenheit unseres Landes verstrickt ist.

Weitere Informationen zur Autorin und zum Buch finden Sie hier: http://www.ute-bales.de

Bauhütte Simonskall 1.-6.9.2019

Vor 100 Jahren ließ sich in dem kleinen Eifeldorf Simonskall eine Gruppe Kölner KünstlerInnen und Intellektueller nieder und gründete die Kalltalgemeinschaft. Initiatoren waren der Publizist Carl Oskar Jatho, Sohn eines evangelischen Pfarrers, und seine Frau, die Schriftstellerin Käthe Jatho-Zimmermann. Im Junkerhaus in Simonskall fanden sie einen Ort, der einen kontinuierlichen Austausch über Kunst, Literatur, Philosophie und Lebensgestaltung ermöglichen sollte. Dazu kamen zeitweise die Künstler Franz W. Seiwert sowie Heinrich und Angelika Hoerle. Auch Otto Freundlich war ein gern gesehener Gast. Unmittelbar aus der Münchner Räterepublik geflohen strandete Ret Matrut alias B. Traven bei den rheinischen Freunden. Gemeinsam gründeten sie die Kalltal-Presse, deren Publikationen die Ideen der Kalltalgemeinschaft öffentlich machen sollten. Das Ziel war – dem 1919 in Weimar gegründeten Bauhaus vergleichbar – nicht nur eine neue Ästhetik, sondern eine Vernetzung von Kunst und Leben für eine offene, europäische Gesellschaft. Dabei entdeckten sie in Weimar wie in Simonskall die Möglichkeiten interdisziplinärer Zusammenarbeit als Form gegenseitiger Bereicherung und kreativer Konzentration. Die Praxis der mittelalterlichen Bauhütte und die Idee des (sakralen Gesamtkunstwerkes) standen Pate.

Die Bauhüttenwoche in Simonskall ist Teil des Bauhaus-Jubiläums in NRW. 100 Jahre bauhaus im westen ist ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaften und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Schirmherrin ist Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ausgehend vom Institut Moderne im Rheinland an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf werden eine Vielzahl von Aktivitäten zum Bauhausjahr angestoßen und durchgeführt, miteinander verbunden über #bauhaussubversiv. Die Bauhüttenwoche in Simonskall erarbeitet darin als Teilprojekt ein kreatives Miteinander der Künste gemeinsam mit HochschullehrerInnen aus NRW-Kunstschulen, Akademien, Mentor*innen und als Projekt im Rahmen von 100 Jahre bauhaus im Westen. Viele Akteure vor Ort, die Gemeinde Hürtgenwald, der Verein HöhenArt e.V., die Schulen, sowie Bildungseinrichtungen wie die Volkshochschule Rur-Eifel, das Leopold Hoesch Museum & Papiermuseum Düren und die Stadtbücherei Düren sind eingebunden. Verschiedene Fachbereiche der Alanus-Hochschule Alfter beteiligen sich mit projektorientierten Aktivitäten. Bauhütten im Jahr 2019 zeigen z.B. die Bauhütte des Hohen Doms zu Köln, der Fachbereich Architektur der Dessau Hochschule Anhalt sowie weitere Partner*innen im Verbund „bauhaus100 im Westen“.

#bauhauswow#bauhaus100imwesten#bauhaus100 #bauhaussubversiv

Programm und Ereignisse in Kürze unter www.bauhuette-simonskall.de

Wie wollen wir wohnen? Einladung zum Barcamp „wohnen 4.0“ im Bauhausjahr

Wo wollen wir wohnen? Wie wollen wir wohnen? Während sich die einen vom Begriff „Heimat“ inspirieren lassen, reaktivieren die anderen die ursächliche Bedeutung des Mobiliars: bewegliche Gegenstände. Wohnen ist Bewegung und Heimat zugleich. Es vereint Nostalgie, Sehnsucht, Zuhause und Digitalität. Digitalität fordert unsere Mobilität – und unsere Verortung.

Das Barcamp „Wohnen 4.0“ legt den Fokus auf die Frage, was Wohnen im 21. Jahrhundert bedeutet, wie wir es jetzt praktizieren und wie wir in Zukunft wohnen wollen. Ökologisch? Urban? Dörflich? With a view? Mit Familie? Im Reihenhaus? Im Altbau? In der WG? Allein? In Paris, Berlin, Tokio? Online? Offline? Was machen wir mit unserem privaten Lebensraum in der Zukunft? Brauchen wir ihn noch? Oder brauchen wir Sofas im Faltformat? Wie verändert die Digitalität unser Wohnen? Spielt es eine Rolle, wo wir wohnen? Ist ein Lebensraum ohne karnevalistische Intervention denkbar? Anders: welche Rolle spielt die Region für unser Wohnen – spielt sie eine Rolle?

Diesen und vielen weiteren Fragen zum Wohnen gehen wir am 10.07.2019 von 15.-21.00 Uhr im Projekt „anders wohnen“ in Haus Esters, Krefeld, nach.

Kooperationspartner: Kunstmuseum Krefeld – Haus Esters und Haus Lange

Anmeldung unter: wohncamp19.eventbrite.com
#wohncamp19 #bauhaussubversiv #bauhauswow #bauhaus100 #bauhaus100imwesten

Tagung „Die Neue Akademie: die Kunstakademie Düsseldorf 1919-1933“

Am 24. und 25. Mai 2019 findet in der Kunstakademie in Düsseldorf die Tagung „Die Neue Akademie: die Kunstakademie Düsseldorf 1919-1933“ statt. Die Tagung ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem dortigen An-Institut „Moderne im Rheinland“ und der Kunstakademie Düsseldorf.

Informationen zum Programm und zur Tagung hier.