Glas-Galaxien 1919-2019. Ein Stoff im Wandel. Eine Unkonferenz zur Durchsicht im Rahmen des Projektes „Woraus wird Morgen gemacht sein?“

25. und 26. April 2019, NRW-Forum

Dekorativ, utopisch ebenso wie dystopisch, kristallin, amorph, spiegelnd, splitternd, sakral, transzendent – Glas wird eine Vielfalt an Eigenschaften und Facetten zugedacht. Die Unkonferenz „Glas-Galaxien “ nimmt sich das markante Material vor, das die Akteure der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts über die Postmoderne bis zur Gegenwart in besonderer Weise reizte! In Diskussionen, Reflexionen, künstlerischen und literarischen Interventionen, Materialproben und workshops laden wir zum Austausch über Glas und die damit verbundenen Denkbilder ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Altersgruppen.

Zwischen Utopie und Dystopie: Glas!

Ein Blick zurück: vor 100 Jahren formiert sich um den Architekten Bruno Taut die „Gläserne Kette“ – auch Walter Gropius ist dabei. Ihre Kette war eine Diskursgemeinschaft mit utopischer Geisteshaltung in einer Zeit der ideellen, gestalterischen und politischen Machtkämpfe. Am Denkbild Glas machten die Avantgarden die Möglichkeit fest, maßgeblich Einfluss auf die Zukunft zu nehmen. Taut hatte bereits zur Werkbundausstellung 1914 in Köln ein Glashaus entworfen, das er mit Sprüchen seines Schriftsteller- und Künstlerfreundes Paul Scheerbart versah: „Ohne einen Glaspalast, ist das Leben eine Last.“ Das Rheinland war also bereits 1914 Realisations- und Probeort des bis dato avanciertesten Zugriffs auf das Material der Avantgarde. Glas fungiert hierbei als Transmitter für künstlerische Gestaltung, als abstrahierendes Element, als Motor im Projekt des Universalunterrichts zwischen Kunst und Gesellschaft.

Im heutigen Gebrauch steht Glas dagegen für Scheintransparenz und Machtmissbrauch, z.B. im „gläsernen Bürger“ oder auch in der „gläsernen Decke“. Mit dem Glasfaserkabel schließlich fällt das ganze Potential von Glas als Denkbild erneut ins Auge: es steht für Dynamik, schnelle Kommunikation, Transparenz, Bespitzelung und die Parallelrealität des Digitalen und manifestiert sich in den aktuellen Diskussionen um den Bildungspakt.

Zum Programm

Als Teil des Projektes „’Woraus wird Morgen gemach sein?’ Ein inter- und transdisziplinäres Bildungs- und Forschungsprojekt im Bauhausjahr 2019“ untersucht die Unkonferenz das Potential des Denkbildes und Materials ausgehend von den Avantgarden für die Gegenwart. Was ist die Gläserne Kette unserer Zeit? Der Gruppenchat, der als digitales Kommunikationsforum das Glas ins Digitale transferiert und aus der gläsernen eine digitale Kette macht? Fest steht: in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts hat sich das Glas eine neue Materialität errungen. Unsere neuen Kathedralen sind nicht mehr nur gläserne, sie sind auch digitale Gebilde, in denen sich die zukünftigen Diskurse abspielen werden. Die Unkonferenz und Werkstatt „Glas-Galaxien“ ist eine Einladung an alle, gestern und heute, Analoges und Digitales, in einer Synthese zu verbinden und mittels verschiedener Materialproben die neuen Glaspaläste zu entwerfen.

Die Veranstaltung des Instituts „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im NRW-Forum ist Teil des Verbundprojektes „Bauhaus100 im Westen“ unter der Leitung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, des Landschaftsverbands Rheinland und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe.

Anmeldung: info@moderne-im-rheinland.com

Studierendenprojekt im Bereich eLearning bewilligt

Seit dem Sommersemester 2014 arbeitet das Institut „Moderne im Rheinland“ an einem eLearning-Projekt zur Ausdifferenzierung des Erwerbs von Schreibkenntnissen im geisteswissenschaftlichen Studium. Anstelle von Stundenprotokollen und Essays erarbeiten die Studierenden wiki-Artikel zum jeweiligen Seminar- bzw. Vorlesungsthema, die lektoriert und anschließend veröffentlicht werden. Nach einer ersten Testphase geht das eLearning-Projekt im kommenden Semester in die zweite Runde und wird gefördert von den eLearning-Förderfonds der Heinrich-Heine-Universität!

Hier gehts zum Kurzkonzept.

Ausstellung in der Türkischen Bibliothek in Duisburg

Mit dem Ausstellungsereignis zu „TürkeiAlmanya. Kulturtransfer im Buch“ in der Türkischen Bibliothek der Stadtbibliothek Duisburg endete das gleichnamige Lehrprojekt im April 2013. Diesmal nahmen die Studierenden gezielt die kulturübergreifenden Inhalte im Buch in den Blick und fanden tolle Exponate.

Das Projektseminar wurde gefördert vom Lehrförderungsfonds der Heinrich-Heine-Universität und ist eine Kooperation des An-Instituts „Moderne im Rheinland“ (Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann/Anne Sokoll M.A.) mit dem Stadtarchiv Düsseldorf sowie der Stadtbibliothek Duisburg (Dr. Jan-Pieter Barbian und Yilmaz Holtz-Ersahin).

Festveranstaltung zur Briefedition „Louise Dumont an Gustav Lindemann“

Am 5. April 2013 wurde mit einer Festveranstaltung im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf die digitale Edition der Briefe Louise Dumonts an Gustav Lindemann in die Öffentlichkeit gebracht. Die Edition ist das Ergebnis eines Projektseminars der „Moderne im Rheinland“ in der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, auch die Festveranstaltung wurde von den Studierenden vorbereitet.

Weitere Infos zur digitalen Edition unter www.louise-dumont.de

Herzlichen Dank für die Bilder an Christian Herrmann vom Medienlabor der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität

Der Film zur Louisenfest am 5. April 2013

Am 5. April 2013 wurde im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf das Ergebnis eines Projektseminars an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zu „Wissenschaft – Kultur – Öffentlichkeit“ präsentiert: Die digitale Edition der Briefe Louise Dumonts an Gustav Lindemann.

Das Medienlabor der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf war dabei, herzlichen Dank an Riad Nassar für den tollen Einblick in die Veranstaltung!

Die digitale Briefedition finden Sie unter http://www.louise-dumont.de

Impressionen der Ausstellung „Prometheus-Funken“

Bilder der Studierendenausstellung „Prometheus-Funken. Ein Ausstellungsprojekt zum deutsch-türkischen Wissens- und Kulturtransfer seit 1923“, gezeigt vom 22.11.2012 bis zum 6.1.2013 in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Fotos: Medienlabor der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität – Herzlichen Dank an Christian Herrmann und Philipp Schlüter!

Weitere Pressemeldungen „TürkeiAlmanya“

Auf türkisch und auf deutsch reagierten die Medien auf die Ausstellung „TürkeiAlmanya“ in der Stadtbibliothek in Duisburg.

So z.B. die WAZ: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/von-tuerkischen-und-deutschen-buchhelden-aimp-id7772249.html

und Sabah: http://www.sabah.de/turkce-kitaplik-40-yilini-doldurdu.html

Die türkische Redaktion von WDR Funkhaus Europa interviewte den Leiter der Türkischen Bibliothek der Stadtbibliothek Yilmaz Holtz-Ersahin:

http://www.funkhauseuropa.de/sendungen/koeln_radyosu/rubriken/duyuru.phtml