Ringvorlesung „Von Guernica nach Düsseldorf“, Prof. Dr. Ursula Hennigfeld

Herzliche Einladung zu unserem letzten Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“

PROF. DR. URSULA HENNIGFELD: „VON GUERNICA NACH DüSSELDORF – DIE LEGION CONDOR UND DIE SPANIEN-POLITIK DER BONNER REPUBLIK“
ZEIT: DONNERSTAG, 31.1.2019, 17.00 UHR
ORT: STADTBüCHEREIEN DüSSELDORF, BERTHA-VON-SUTTNER-PLATZ 1, 40227 DüSSELDORF

Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Deutschland und Franco-Spanien geleugnet, dass die NS-Legion Condor für die Zerstörung der baskischen Stadt Gernika am 26.04.1937 verantwortlich war und dass auch deutsche U-Boote am Spanischen Bürgerkrieg teilnahmen. Der Vortrag beleuchtet die Verbindungen zwischen Legion Condor und Düsseldorfer Stadtgeschichte sowie die Spanien-Politik der Bonner Republik.

Ringvorlesung „Urbane Rückeroberung des Rheinufers“, JuniorProf. Dr. Christof Baier

Herzliche Einladung zum Vortrag von JuniorProf. Dr. Christof Baier im Rahmen unserer Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“.

Ort: Villa Horion, Landtag NRW, Johannes-Rau-Platz, Haroldstr. 2, 40213 Düsseldorf

Zeit: 29.1.2019, 19.00 Uhr

Flanierfreude, Freizeitspaß und Großdemonstration. Urbane Rückeroberung des Rheinufers in Bonn, Köln und Düsseldorf nach 1945

Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts suchen drei große Städte am Rhein – Bonn, Köln und Düsseldorf, ein neues Verhältnis zu ihrer Lebensader. Jahrhundertelang war insbesondere das „herrliche Städtebild der Kölner Rheinseite“ besungen worden. Doch wurde die Beziehung zum Rhein nach 1945 im Ergebnis der Industrialisierung und des Umbaus zur autogerechten Stadt zunehmend als gestört wahrgenommen. Beginnend in den 1950er Jahren wird die Raumbeziehung der Städte zum Rhein funktional und gestalterisch neu geordnet. Die Nutzung des innerstädtischen und stadtnahen Rheinufers als Industrie-, Handels- und Verkehrsfläche wird schrittweise durch moderne Groß- und Hauptstadtfunktionen wie Freizeit, Erholung und Repräsentation ersetzt.
Mit großem Aufwand werden nun Straßen in Tunnel verlegt, aufwendige ufernahe Spazierwege gestaltet und großräumige Parkanlagen geschaffen. Dabei spielen Bundesgartenschauen (Köln 1957/71; Bonn 1979) aber auch die neuen Hauptstadtfunktionen von Bonn und Düsseldorf eine wichtige Rolle. Verbindend ist, dass in allen Projekten, sei es dem Bonner Rheinauenpark, dem Rheinpark und Rheingarten in Köln, oder dem Rheinpark Bilk und den Oberkasseler Rheinwiesen in Düsseldorf dezidiert öffentliche Räume gestaltet werden sollten, Räume, die neben der Erholung auch der demokratischen Partizipation dienlich sein sollten.
Der Vortrag befragt die urbanen Freiräume am Rhein daraufhin, mit welchen gestalterischen Prämissen und mit welchem Erfolg ihre Landschaftsarchitekten (Gottfried Hansjakob, Georg Penker, Kurt Schönbohm, Roland Weber u.a.) hier seit den 1950er Jahren ‚demokratisches Grün‘ mit rheinlandspezifischem Orts- und Landschaftsbezug schufen.

Ringvorlesung, „Die Galerie Klein und der rheinische Kunstmarkt“, Prof. Dr. Ulli Seegers

Am Donnerstag, den 24.01.2019 geht unsere Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“ weiter! Prof. Dr. Ulli Seegers referiert über den rheinischen Kunstmarkt anhand der Galerie Klein.

Veranstaltungsort: Roy-Lichtenstein-Saal, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Zeit: 24.01.2019, 19.00 Uhr

Ringvorlesung „Museums- und Nationenbau im Rheinland“, Prof. Dr. Jürgen Wiener

Herzliche Einladung zur Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“!
Am kommenden Dienstag hält Prof. Dr. Jürgen Wiener einen Vortrag über „Museums- und Nationenbau im Rheinland“. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, im Anschluss an den Vortrag gibt es Getränke, Gebäck und Gespräche.

Prof. Dr. Jürgen Wiener: Museums- und Nationenbau im Rheinland
Zeit: Dienstag, 22.1.2019, 19.00 Uhr
Ort: Kultur Bahnhof Eller, Vennhauser Allee 89, Düsseldorf

„Rawums – die ‚Jungen Wilden‘ in der Literatur“, Ringvorlesung am 17.1.2019

Vortrag von Dr. Enno Stahl über „RAWUMS – Die ‚Jungen Wilden‘ der Literatur. Popautoren der 1980er Jahre: Glaser, Lottmann, Winkels, Goetz u.a.“ im Rahmen der Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“.

Zeit: 17.1.2019, 16.00 Uhr

Ort: NRW-Forum, Düsseldorf

Pop-Literatur – diese Bezeichnung kam Mitte der 1990er Jahre auf. Wissenschaftlich ist der Terminus bislang kaum befriedigend definiert. Als Marketing-Begriff schlug das Etikett jedoch ein wie eine Bombe. An dieser ersten erfolgreichen Welle von Pop-Literatur (Christian Kracht, Benjamin von Stuckrad-Barre, Elke Naters) hatte der Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch maßgeblichen Anteil. Weniger bekannt ist, dass KiWi schon Anfang der 1980er Jahre eine solche popliterarische Attacke ritt, die allerdings, wohl auch weil das zündende Werbe-Badge, das „P“-Wort, fehlte, im Sande verlief. Einen Startpunkt markierte der Band „Der große Hirnriss“ (1983) von Niklas Stiller und Peter Glaser, noch bei Rowohlt erschienen. Die programmatisch gemeinte Anthologie Rawums!, die ebenfalls Peter Glaser bei Kiepenheuer & Witsch herausgab, vereinte jene Autorinnen und Autoren, viele davon aus dem Umfeld der Musikzeitschrift SPEX, von der man sich eine junge wilde Literatur erwartete, analog zur Malerei der „Neuen Wilden“, die gerade Furore machte. Der Vortrag beleuchtet die Marketingstrategien des Verlags ebenso wie die literarischen Inhalte der Protagonisten.

Die Teilnahme ist kostenfrei, alle sind willkommen.

Tagesexkursion in die Jugendstilstadt Hagen (Dr. Christiane Heiser)

Das Clemens Sels Museum in Neuss bietet am 24.02.2019 von 9-18.00 Uhr im Rahmen der von unserem Arbeitskreismitglied Dr. Christiane Heiser mitkonzipierten Ausstellung IHRER ZEIT VORAUS – CAMPENDONK – NAUEN – THORN PRIKKER eine Tagesexkursion in die Jugendstilstadt Hagen unter Christiane Heisers Leitung an.
Auf den Spuren Johan Thorn Prikkers werden herausragende Beispiele jener gestalterischen Reformbestrebungen besichtigt, die später auch ins Bauhaus münden sollten. Denn zwischen 1900 und 1920 war Hagen ein wichtiges Zentrum der künstlerischen Avantgarde. Der Mäzen und Sammler Karl Ernst Osthaus zog Architekten, Künstler und Kunstgewerbler in die Industriestadt in Westfalen und gründete hier das Museum Folkwang (heute Osthaus Museum): das erste Museum für zeitgenössische Kunst Europas. Das Interieur ließ Osthaus von Henry van de Velde gestalten. Zur Zeit ist im Museum eine interessante Ausstellung über die Bauhaus-Künstler im Umfeld von Osthaus zu sehen.
Henry van de Veld schuf den Hohenhof, den Wohnsitz der Familie Osthaus seit 1907. Dieses GESAMTKUNST-WERK wurde von der Türklinke über die Möbel bis hin zur Garderobe der Hausherrin im Jugendstil entworfen und war auf die private Kunstsammlung abgestimmt. In den angrenzenden Bauten der kleinen Künstlerkolonie am Stirnband (Architekten: Peter Behrens und Mathieu Lauweriks) lebten und arbeiteten u.a. Johan Thorn Prikker und Milly Steger. 
Das Thorn Prikker-Haus ist heute in Privatbesitz. Es wurde inzwischen liebevoll restauriert und wird von uns ebenfalls besichtigt.
Treffpunkt: Bushaltestelle Stadthalle / Clemens Sels Museum Neuss Abfahrt: 9 Uhr (pünktlich) ab Bushaltestelle, geplante Rückkehr in Neuss: ca. 18 Uhr
Eine Anmeldung ist noch bis zum 22. Januar 2019 möglich. 
Die Anmeldung und Bezahlung der Teilnahmegebühr in Höhe von 79 / 69 € erfolgt per Vorkasse über das Clemens-Sels Museum.Die Teilnahmekonditionen und weitere Informationen sind ebenfalls über das Museum zu erfragen.https://www.clemens-sels-museum-neuss.de/index.de.htmlTelefon: Tel. 02131 904141 oder service@clemens-sels-museum-neuss.de

Heinrich Böll in Moskau – Lew Kopolew in Köln, Ringvorlesung am 10.01.2019

Herzliche Einladung zur Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“ am 10.01.2019 im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf mit einem Vortrag von Prof. Dr. Beate Fieseler über „Heinrich Böll in Moskau – Lew Kopolew in Köln: eine deutsch-russische Freundschaft und die Literaturbeziehungen zwischen beiden Ländern in den 1960er/1970er Jahren“.

Zur Ankündigung:

Heinrich Böll gehörte zu den in der UdSSR populärsten ausländischen Schriftstellern. Seine Werke erreichten dort Millionenauflagen. Von seinem ersten Moskau-Aufenthalt im Jahr 1962 datiert die enge Beziehung zu dem Germanisten,  Übersetzer und Memoiren-Autor Lew Kopelew – eine „Freundschaft auf den ersten Blick“ (Böll), die bis zu Bölls Tod im Jahr 1985 andauerte und viele weitere deutsch-russische Kontakte und literarische Begegnungen ermöglicht hat. Lew Kopelew wiederum, der 1981 aus der Sowjetunion ausgebürgert wurde, realisierte noch als 70-Jähriger mit großem Elan die selbstgestellte Aufgabe als Grenzgänger und Brückenbauer. Sein „Wuppertaler Projekt“ mit der 10-bändigen Reihe „West-östliche Spiegelungen“ ist ein bemerkenswerter Beitrag zu dem Versuch, Deutsche und Russen einander näher zu bringen. Der Vortrag erinnert an diese Schriftstellerfreundschaft und die Hoffnungen, die sich in West und Ost daran knüpften.