Ausstellung „TERRA“ von Michael Zepter

Unser langjähriger Geschäftsführer und Mitdenker des Arbeitskreises, Michael Cornelius Zepter, stellt seine Arbeiten vom 3.11.-01.12.2018 in der Galerie Rolf Hartung in Köln-Kalk aus. Herzliche Einladung zur Eröffnung und zum Gespräch mit dem Künstler am 2.11.2018, 18.-21.00 Uhr

CfP: Die Entstehung einer Hauptstadtregion zwischen Köln, Düsseldorf und Brüssel: Die Bonner Republik (Deadline: 25.11.2018)

Mit den komplexen Fragen der Herausbildung einer „Hauptstadtregion“ nach 1949 mit dem Zentrum Bonn beschäftigt sich eine Tagung der Forschungsgruppe zur „Bonner Republik“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie des dortigen An-Instituts „Moderne im Rheinland“ in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland.

Die entscheidenden Abstimmungen des Parlamentarischen Rates und des Deutschen Bundestages 1949 führten zu einer weitreichenden Veränderung in und um Bonn herum: die Stadt wurde „Regierungssitz“ der gerade erst gegründeten Bundesrepublik. Die Entscheidung war, so war man sich einig, ein ‚Provisorium‘ und wurde, bekanntermaßen, ein ‚Provisorium in Permanenz‘, erst seit dem Bonn-Vertrag von 1970 durfte die Stadt sich überhaupt als Bundeshauptstadt bezeichnen. Die Narrative dieser Entwicklungen prägen das Bild der ‚Bonner Republik‘ bis in die aktuelle Öffentlichkeit.

Mit Bonn kommt eine Stadt ins Spiel, die zunächst nicht den klassischen Kriterien einer ‚Hauptstadt‘ entspricht: Bonn war keine Metropole und fungierte bis dahin auch nicht als kulturelles, politisches oder wirtschaftliches Zentrum des Landes. Doch mit Bonn geriet eine Region in den Fokus, die sich im Laufe der Zeit als Hauptstadtregion mit verteilten Rollen entwickelte. In einem Spannungsverhältnis zur Bundeshauptstadt waren es die Landeshauptstadt Düsseldorf (seit 1946), die als wirtschaftlich und kulturell geprägtes Oberzentrum fungierte, und Köln als Medien- und Kulturzentrum, Sitz des Erzbistums und Standort vieler Lobbyverbände, die zur Etablierung der Haupstadtregion wesentlich beitrugen. Vor allem seit den 1960er Jahren kam zudem noch Brüssel als europäische Hauptstadt mit maßgeblichem Einfluss auf die deutsche Hauptstadtregion hinzu.

Die Tagung fragt nach der Entstehung einer „Hauptstadtregion“: welche Vergleichsebenen lassen sich benennen, welche regionalen Schwerpunkte, in welchem Verhältnis steht das „Provisorische“ der Planung zu den Elementen der Konstituierung von „Hauptstadt“? Unter einem kulturwissenschaftlichen Zugriff steht die Frage nach der Hybridität des Konstruktes Hauptstadtregion im Fokus: wie werden hier die verschiedenen und zum Teil gegenläufigen Aspekte von Vergangenheit und Gegenwart, Demokratisierung, die Relevanz von Kunst, Literatur, Musik, Kultur etc. miteinander ins Verhältnis gebracht? Sowohl auf topographischer als auch auf zeitlicher Ebene gilt es, hierzu eine Reihe von Fragestellungen aufzuwerfen, die die historischen, politischen, wirtschaftlichen, soziologischen, kulturellen, künstlerisch-konzeptionellen und ästhetischen Positionen und Prozessen im Umfeld der ‚Hauptstadtfrage‘ untersuchen.

Gefragt ist etwa nach

  • den Dynamiken, die die Konstruktion und Entstehung Bonns als Hauptstadt zusammen mit der umliegenden Region begleiteten,
  • den Vorstellungen von Hauptstadt: wie sieht eine Hauptstadt aus und wie verhält sie sich zur Region,
  • dem Verhältnis zum Land, zum Staat und zur Nation,
  • den Kulturpraktiken und künstlerischen Entwürfen,
  • dem Einfluss der Region auf die Entwicklungen, nach der Relevanz des ‚Rheinischen’,
  • den Netzwerken, die sich im Umfeld der Hauptstadt und ihrer Region bildeten, gebildet und institutionalisiert wurden,
  • dem, was vor Ort vorhanden war,
  • dem, was fehlte, was hinzugewonnen werden musste,
  • und nach den Selbst- und Fremdbildern, bzw. nach dem Verhältnis zu anderen Metropolregionen: wie zeitgemäß waren die rheinischen Konzepte, z.B. im Verhältnis zu politischen und/oder kulturellen Positionen in Paris, London oder auch Brüssel?

Die Tagung findet an zwei Tagen und Orten statt: Am 18.10.2019 in Bonn und am 22.11.2019 in Düsseldorf (Haus der Universität). Abstracts im Umfang von einer Seite werden bis zum 25.11.2018 an grande@phil.hhu.de erbeten.

Planungsgruppe:

JuniorProf. Dr. Christof Baier, Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann und Dr. Jasmin Grande, Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Georg Mölich, Landschaftsverband Rheinland

Prof. Dr. Ulrich Rosar, Dekan der Philosophischen Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Prof. Dr. Guido Thiemeyer, Institut für Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Prof. Dr. Jürgen Wiener, Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

„Die Welt neu denken“ Auftakt zu 100 jahre bauhaus im westen

„100 Jahre Bauhaus im Westen“ ist der Institutionen- und Projektverbund zum 100 Gründungsjubiläum des Bauhauses in Nordrhein-Westfalen überschrieben! Wie füllen die Partner und Projekte unter der Leitung von LVR, LWL und dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft diesen Titel? Was hat NRW mit dem Bauhaus zu tun und von welchem Bauhaus reden wir? Welche Dimensionen kann ein Thema entwickeln, das im Verbund mit zwölf Bundesländern gefeiert und reflektiert wird?

Antworten hierzu und zu vielen weiteren Aspekten sowie neue Fragen werden auf dem Auftaktsymposium am 13. und 14. September in der Zeche Zollverein angestoßen. Die „Moderne im Rheinland“ ist mit einer Vielzahl an Aktivitäten dabei, u.a. mit einer eigenen Sektion am 14. September.

Programm, Anmeldung und weitere Informationen hier.

50 Jahre Otto-Pankok-Gesellschaft

Am Samstag, den 30.06.2018 feiert die Otto-Pankok-Gesellschaft ihren 50. Geburtstag und nimmt dies zum Anlass für ein umfangreiches Programm. Um 16.00 Uhr beginnt die Feierstunde in Haus Esselt in Drevenack, Festbeiträge kommen u.a. von Annette Burger sowie ein Festvortrag von Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufman zu Otto Pankok im Kontext der Nachkriegszeiten.

Informationen und Anmelung hier.

Tagung: „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920 bis 1945“

Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte sowie das LVR-Landesmuseum Bonn laden herzlich zur Tagung „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920-1945“ ein.

Zeit: 18.-19.06.2018

Ort: LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Anmeldung bis zum 11. Juni 2018

Das LVR-LandesMuseum Bonn lädt zur Tagung „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920 bis 1945“ ein. Der Landschaftsverband Rheinland, der nach 1945 im Wesentlichen die Aufgaben des Provinzialverbandes übernommen hat, stellt sich seiner Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Das Spannungsfeld Kulturpolitik präsentiert sich in seinen unterschiedlichen Facetten. Welche Schwerpunkte wurden in der Rheinprovinz in der Weimarer Republik sowie unter der nationalsozialistischen Herrschaft gesetzt und welche Rolle spielten die Museen? Wo zeigt sich die Einflussnahme der Provinzialverwaltung auf andere Institutionen und wie funktionierte eine politische Instrumentalisierung im Nationalsozialismus?

Durch das Erfassen und Beschreiben der Strukturen sowohl in der Weimarer Demokratie als auch vor dem Hintergrund der NS-Ideologie sollen die Besonderheiten der Kulturabteilung der rheinischen Provinzialverwaltung, ihr Selbstverständnis als Institution und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure gezeigt und diskutiert werden.

Weitere Informationen hier.