August Sander – Das Gesicht der Landschaft

Am 26. Februar 2018 findet im Siebengebirgsmuseum Königswinter eine Tagung zum Landschaftswandel statt, die das Museum in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Katholische Akademie im Erzbistum Köln, der Stiftung Naturschutzgeschichte Königswinter und der „Moderne im Rheinland“ veranstaltet. Wir freuen uns sehr, dabeisein zu dürfen!

Hier gehts zum Programm.

„Politisch-kutureller Wandel von 1965-1980“ – Einladung zur Ringvorlesung

Am kommenden Donnerstag, den 25.02.2018, findet unsere Ringvorlesung über „Die Bonner Republik. Forschung – Diskurs – Öffentlichkeit“ im Roy-Lichtenstein-Saal der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf statt. Es ist uns eine besondere Freude, den Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Rosar, zum Vortrag zu begrüßen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

25.01.2018, 17.00 Uhr
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Roy-Lichtenstein-Saal (Hörsaal 2A, Gebäude 22.01)

Prof. Dr. Ulrich Rosar: Politisch-kultureller Wandel 1965-1980. Eine stille Revolution?

Als Bundeskanzler Brandt in seiner Regierungserklärung vom 28. Oktober 1969 den legendären Satz sagte „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“, traf er einen gesellschaftlichen Nerv. Ausgehend vom gewachsenen Wohlstand der Adenauer- und Erhard-Ära sowie der zunehmenden, insbesondere von Studierenden formulierten Kritik an den bestehenden politischen Verhältnissen, griff er damit einen tiefgreifenden Wunsch nach politisch-kultureller Veränderung in der arrivierten Bonner Republik auf.

Aber war dieses Streben nach einer partizipatorischen Politikkultur das Projekt einer kleinen, intellektuell geprägten Avantgarde? Oder trug Brandt hier einem stillen, aber tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel Rechnung, den er als einer der ersten erkannte und verstand? Ausgehend von sozialwissenschaftlichen Erklärungsmodellen des politisch-kulturellen Wandels und basierend auf Umfragedaten der 1960er bis 1980er Jahre möchte der Vortrag hierauf eine Antwort geben.

 

Weihnachtszeit, Jahreswechsel und: Ringvorlesung am 11.1.2018

Kaum steht Weihnachten an, schon geht der Blick ins neue Jahr! Schon am 11.1.2018 setzen wir unsere Ringvorlesung fort: In der Zentralbibliothek der Stadtbücherein Düsseldorf um 17.00 Uhr. Prof. Dr. Ulli Seegers trägt zum „Kunstmarkt in der Bonner Republik“ vor! Herzliche Einladung!
„Während die Kasseler Documenta in den 1950er Jahren den Anschluss an die zur NS-Zeit verfemte moderne Kunst suchte, bildete sich im Rheinland rund um die Düsseldorfer Kunstakademie und den ersten Kölner Kunstmarkt (1967) eine lebendige Kunstszene mit großer internationaler Strahlkraft. Ein Netzwerk von Künstlern, Galeristen und Sammlern legte im Westen der jungen Republik das Fundament für einen florierenden Kunstmarkt, der nicht nur längst Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch die Strukturen für einen global umspannenden Handel mit Kunst vorgeprägt hat. Der Vortrag stellt zentrale Akteure und Entwicklungslinien des rheinischen Kunstmarktes in den 1960er und 1970er Jahren vor.
Ulli Seegers ist Juniorprofessorin für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Kunstvermittlung im Museum und Kunsthandel an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, sie ist Mitglied des hiesigen Forscherteams zur Bonner Republik, das im Wintersemester 2017/2018 seine Forschungen im zweiten Teil der Ringvorlesung „Die Bonner Republik: Forschung – Diskurs – Öffentlichkeit“ präsentiert. Einer Kooperation zwischen Stadt Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität und Institut „Moderne im Rheinland“.“

Ringvorlesung: Dr. Jasmin Grande über die Postmoderne an Rhein und Ruhr

Das Institut „Moderne im Rheinland“, die Heinrich-Heine-Universität, die Stadt Düsseldorf und das Forum Freies Theater (Juta) laden herzlich zur Ringvorlesung „Bonner Republik“ zum WS17/18 ein.

Dr. Jasmin Grande: „“Fuck-You (!)“. Zur „“Super-Garde“ der „Postmoderne“ an Rhein und Ruhr. Verhandlungen des Literaturbegriffs in den 1960er Jahren

„Fuck-You (!)“, die „Super-Garde. Prosa der Beat- und Pop-Generation“ betitelten die Akteure der Kölner Szene von Ralf-Rainer Rygalla bis Vagedis Tsakiridis ihre Anthologien, in denen sie die Kölner Szene mit der amerikanischen Gegenwartsliteratur bekannt machten. Die Titel provozieren und stehen für den Perspektivwechsel in der Literatur der späten 1960er Jahre.
Doch tritt man einen Schritt zurück, so stellt sich das Ganze zunächst ganz moderat dar: Anfang der 1960er Jahre brach in Dortmund eine Schriftstellergruppe zur Revolution der Literatur auf. Die Dortmunder Gruppe 61 wollte der Arbeitswelt literarischen Ausdruck verleihen. Die frühen Fotografien zeigen eine bürgerliche Kaffeerunde, Männer in Anzügen, Frauen mit Hochsteckfrisuren. Beschaulich!
Ende der 1960er Jahre erfolgte der Riss, er machte sich auch in der Dortmunder Gruppe 61 bemerkbar, wurde als „“Tod der Literatur“ (Kursbuch 15) debattiert, von Hans Magnus Enzensberger in „“Gemeinplätzen, die neueste Literatur betreffend“ umrundet und mit der Einführung der Vokabel „Postmoderne“ auf eine epochale Herausforderung gebracht.
Der Vortrag stellt exemplarische Positionen zur Frage nach dem Potential der Literatur Ende der 1960er Jahre vor und nimmt dabei insbesondere die Aktivitäten an Rhein und Ruhr in den Blick. Am Beispiel von Rolf Dieter Brinkmann, Wolfgang Körner und Günter Wallraff wird nach der Postmoderne in Köln und Dortmund gefragt, nach poetologischen Strategien, Netzwerken und internationalen Austauschprozessen.

Beginn: 17 Uhr
Ort: FFT Juta
Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte sind herzlich willkommen.

Ringvorlesung: Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann über Schriftstellergruppen in der Bonner Republik

Herzliche Einladung zu unserer Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“ am 02.11.2017, 17.-19.00 Uhr ins Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf.

Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann: Gruppenspiele. Zur Kultur- und Literatursoziologie in der Bundesrepublik

Auf dem kulturellen Feld der Bonner Republik sind viele Akteure unterwegs, sie potenzieren ihre Kräfte und finden gemeinsame Ziele, treffen aber oft auf konkurrierende Interessen Anderer. In besonderer Weise sind die Gruppe 47 und die Dortmunder Gruppe 61 normgebend auf dem literarischen Feld. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Verlagslandschaft, Gattungen (mit einem Blick aufs Theater), Formen der Öffentlichkeit, auch die Wahrnehmung der kultursoziologischen Unterschiede, nicht zuletzt die Bedeutung für das kulturelle Profil der Bonner Republik.

Ringvorlesung: Prof. Dr. Michael C. Schneider über die Wirtschaftsgeschichte der Bonner Republik

Auch in diesem Wintersemester laden das An-Institut Moderne im Rheinland, die Heinrich-Heine-Universität und die Stadt Düsseldorf  herzlich zur Ringvorlesung „Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“ ein.

Am 26.10.2017, 17.00 Uhr eröffnet Prof. Dr. Michael C. Schneider das Programm im Haus der Universität mit seinem Vortrag „Zur Wirtschaftsgeschichte der Bonner Republik“:
Mit der Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland verbinden sich Schlagworte wie „Währungsreform“, „Wirtschaftswunder“, „Strukturwandel“, „Deutschland AG“ oder auch „Rheinischer Kapitalismus“. Der Vortrag beleuchtet zum einen Grundzüge der bundesrepublikanischen Wirtschaftsentwicklung seit den späten 1940er Jahren bis in die 1980er Jahre. Zum anderen diskutiert er aus einer eher unternehmenshistorischen Perspektive, inwiefern Konzepte wie jenes der „Deutschland AG“ oder des „Rheinischen Kapitalismus“ angemessen sind, sei es, um die Spezifik der Verflechtung von Banken und Industrieunternehmen zu erfassen, sei es, um die bundesrepublikanische Wirtschaftsordnung als Ganze zu beschreiben.


Beginn: 17 Uhr
Ort: Haus der Universität, Düsseldorf
Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte sind herzlich willkommen.