Tagesexkursion in die Jugendstilstadt Hagen (Dr. Christiane Heiser)

Das Clemens Sels Museum in Neuss bietet am 24.02.2019 von 9-18.00 Uhr im Rahmen der von unserem Arbeitskreismitglied Dr. Christiane Heiser mitkonzipierten Ausstellung IHRER ZEIT VORAUS – CAMPENDONK – NAUEN – THORN PRIKKER eine Tagesexkursion in die Jugendstilstadt Hagen unter Christiane Heisers Leitung an.
Auf den Spuren Johan Thorn Prikkers werden herausragende Beispiele jener gestalterischen Reformbestrebungen besichtigt, die später auch ins Bauhaus münden sollten. Denn zwischen 1900 und 1920 war Hagen ein wichtiges Zentrum der künstlerischen Avantgarde. Der Mäzen und Sammler Karl Ernst Osthaus zog Architekten, Künstler und Kunstgewerbler in die Industriestadt in Westfalen und gründete hier das Museum Folkwang (heute Osthaus Museum): das erste Museum für zeitgenössische Kunst Europas. Das Interieur ließ Osthaus von Henry van de Velde gestalten. Zur Zeit ist im Museum eine interessante Ausstellung über die Bauhaus-Künstler im Umfeld von Osthaus zu sehen.
Henry van de Veld schuf den Hohenhof, den Wohnsitz der Familie Osthaus seit 1907. Dieses GESAMTKUNST-WERK wurde von der Türklinke über die Möbel bis hin zur Garderobe der Hausherrin im Jugendstil entworfen und war auf die private Kunstsammlung abgestimmt. In den angrenzenden Bauten der kleinen Künstlerkolonie am Stirnband (Architekten: Peter Behrens und Mathieu Lauweriks) lebten und arbeiteten u.a. Johan Thorn Prikker und Milly Steger. 
Das Thorn Prikker-Haus ist heute in Privatbesitz. Es wurde inzwischen liebevoll restauriert und wird von uns ebenfalls besichtigt.
Treffpunkt: Bushaltestelle Stadthalle / Clemens Sels Museum Neuss Abfahrt: 9 Uhr (pünktlich) ab Bushaltestelle, geplante Rückkehr in Neuss: ca. 18 Uhr
Eine Anmeldung ist noch bis zum 22. Januar 2019 möglich. 
Die Anmeldung und Bezahlung der Teilnahmegebühr in Höhe von 79 / 69 € erfolgt per Vorkasse über das Clemens-Sels Museum.Die Teilnahmekonditionen und weitere Informationen sind ebenfalls über das Museum zu erfragen.https://www.clemens-sels-museum-neuss.de/index.de.htmlTelefon: Tel. 02131 904141 oder service@clemens-sels-museum-neuss.de

Dr. Christiane Heiser: „Den Sinn des Gebäudes vollenden“. Figurative Wandmalerei am Beginn des 20. Jahrhunderts

Gern informieren wir über den Vortrag „‚Den Sinn des Gebäudes vollenden‘. Figurative Wandmalerei am Beginn des 20. Jahrhunderts. Johan Thorn Prikker, Helmuth Macke, Heinrich Nauen, Heinrich Campendonk, Erich Heckel“ von Dr. Christiane Heiser am 7.6.2018, 19.30 Uhr im August Macke Haus Bonn anlässlich der Ausstellung „Helmuth Macke. Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden“.

Im Vorfeld wird eine Führung von Frau Dr. Heiser angeboten, weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des August Macke Hauses.

Kunstmittag von und mit Dr. Christiane Heiser über „Helmuth Macke“ im neuen AMH!

Am Sonntag, den 3.6.2018, findet im August Macke Haus Bonn der nächste Kunstmittag von Dr. Christiane Heiser statt!

Helmuth Macke steht noch immer im Schatten seinen bekannten Cousins August, dabei ist sein Werk spannend und vielfältig. Und nicht nur das: Seine Künstlerfreunde des BLAUEN REITER hielten ihn zeitweise sogar für talentierter!! Oder wie der Sammler Bernhard Koehler formulierte:

„Aus dem wird was…Besser, du kaufst ihm eine Studie ab für 50 Mark, als daß Du einen Manet, der auch einmal einer der jüngsten war, jetzt für 100.000 Mark kaufst.“

Der 125. Geburtstag ist nun Anlass für eine außerordentlich sehenswerte Ausstellung im Bonner August Macke Haus. Sie zeigt Helmuth Macke erstmals im Kontext seiner EXPRESSIONISTISCHEN KÜNSTLERFREUNDE und verortet ihn als Teil der damaligen Avantgardeszene.

Denn der Krefelder Schüler Johan Thorn Prikkers hat ein eigenständiges,  ausdrucksstarkes Werk geschaffen, expressives Landschaften, Porträts und Stillleben gemalt. Und doch ist er beinahe in Vergessenheit geraten.

Die Ausstellung wirft einen neuen Blick  auf den Künstler, beleuchtet seine Persönlichkeit und seinen Werdegang im künstlerischen Dialog, u.a. mit Heinrich Campendonk, Wilhelm Wieger, Heinrich und Marie NauenAugust Macke, Franz und Maria Marc, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel, Max Pechstein und Hans Thuar.

Wir besichtigen nicht nur die atmosphärisch dichte Schau, zu deren Katalog ich einen Text beisteuern durfte: seit letztem Jahr lockt das Macke Haus zudem mit einem schmucken ERWEITERUNGSBAU und einer gelungenen Neueinrichtung des ehemaligen ATELIERHAUSES, die wir ebenfalls in Augenschein nehmen.

Grund genug für einen Ausflug nach Bonn!

WANN: Sonntag, den 3.6.2017, um 12.30 Uhr

TREFFPUNKT: Museum August Macke HausHochstadenring 36, 53119 Bonn

UNKOSTENBEITRAG: 18 Euro (inkl. Eintritt)

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitte ich um verbindliche Anmeldung unter kontakt@christiane-heiser.de

Wie immer gibt es im Anschluß Gelegenheit, die Gespräche bei Kaffee und Kuchen
weiterzuführen.

Ich freue mich auf den gemeinsamen Kunstmittag

Ihre / Eure

Christiane Heiser

Helmuth Macke im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden. Ausstellungstipp

Helmuth Macke, der wenig bekannte Vetter August Mackes, wird ab dem 24.09.2017 im Angermuseum Erfurt und ab dem 18. März 2018 im August Macke Haus in Bonn wiederentdeckt. Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Ina Ewers-Schultz und reflektiert Helmuth Macke als Teil eines Künstlernetzwerks der Moderne mit Schwerpunkten in Krefeld, München, Berlin, etc. Vorträge im Rahmenprogramm halten, neben der Kuratorin, auch Dr. Christiane Heiser und Dr. Martina Padberg.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu den Ausstellungsorten finden Sie hier.

Barcamp Theater in digitalen Räumen am 9.9.2016

Seit 2013 arbeitet die „Moderne im Rheinland“ in enger Kooperation mit dem Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Agentur Publicis Pixelpark und der Kunsthistorikerin Dr. Christiane Heiser an der Reflexion über das Theater als alternativem Raum im Umfeld des Ersten Weltkriegs. Das sichtbare Ergebnis dieser Kooperation ist die virtuellen Ausstellung www.ortederutopie.eu.

Nun besteht Konsens darüber, dass sich die Zeiten gegenseitig begegnen, z.B. in der Aufbruchsstimmung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die vergleichbar ist mit dem Heute. Dies sowie die Erfahrungen mit dem Internet als Teil unserer Wirklichkeit motiviert uns, auch die Raumüberlegungen zum Theater zu aktualisieren. In unerhörter Souveränität versteht es das Theater, sich mit dem Virtuellen zu verbinden: sei es die Aktivierung von social media als Teil der Öffentlichkeitsarbeit, sei es den Transfer von Stücken in die virtual reality, sei es das Aufgreifen gesellschaftsverändernder Impulse wie gaming. Über Möglichkeiten und Grenzen der Verbindung von Internet und Theater möchten wir in einem Barcamp am 9.9.2016 reflektieren und laden herzlich ein.

Ort: Orangerie, Stiftung Schloss und Park Benrath

Datum: 9.9.2016, 10.00-18.00 Uhr

Was ist ein Barcamp?

Worum geht es am 9.9.2016?

Themenvorschläge

Zur Anmeldung

 

 

Sonne, Parks und Diskussionen: Preview für 2016

Unter der Federführung von Dr. Christiane Heiser war im August 2015 als Teil der virtuellen Ausstellung "Orte der Utopie" gemeinsam mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln und in Zusammenarbeit mit dorn architekten köln im Kölner Rheinpark das virtuelle Werkbundtheater von Henry van de Velde eröffnet worden. Die Tänzerin Katharine Sehnert erkundete den parallel Raum mit einer Performance.

Während der Frühling draußen auf sich warten lässt, wärmen wir uns mit diesen Bildern aus dem Spätsommer vergangenen Jahres und kündigen schonmal die nächsten großen Ereignisse an. Tagungen, Barcamps und Ringvorlesungen sind in 2016 geplant. Darunter auch die virtuelle Begehung eines 1911 geplanten Naturtheaters im Schlosspark Benrath. Unter der Federführung von Dr. Christiane Heiser war im August 2015 als Teil der virtuellen Ausstellung „Orte der Utopie“ gemeinsam mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln und in Zusammenarbeit mit dorn architekten köln im Kölner Rheinpark das virtuelle Werkbundtheater von Henry van de Velde eröffnet worden. Die Tänzerin Katharine Sehnert erkundete den parallel Raum mit einer Performance. Mit dem Naturtheater in Benrath wird nun ein weiterer heute nicht mehr sichtbarer Ort virtuell erfahrbar gemacht. Die Skizzen zum Projekt liegen heute im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf und sind auch digital auf unserer Seite einsehbar: hier. Einige Details zum Vorhaben finden sich schon in unserer virtuellen Ausstellung „Orte der Utopie„.

Weitere Aktivitäten der „Moderne im Rheinland“ finden z.B. am 22.-23.04.2016 mit der internationalen Tagung „European Heritage. Künstlernachlässe als Kulturgut“in Kooperation mit dem Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe und am 01.-03.06.2016 zum Thema „VerOrtung der Moderne: Begriff – Institutionen – Forschung“ in Kooperation mit der Fritz Thyssen Stiftung in Köln statt. Weitere Informationen folgen.

 

Virtuelle Utopien und analoge Orte – www.ortederutopie.eu

Wo gehen die Orte hin, wenn sie verschwinden? Wo bleiben die gescheiterten Ideen?

Vor 101 Jahren erhob sich auf dem Gelände des heutigen Rheinparks in Köln ein avantgardistisches Theatergebäude. Geplant von dem belgischen Architekten Henry van de Velde für die legendäre Werkbundausstellung 1914. Als Gesamtkunstwerk konzipiert, war das Werkbundtheater einen Sommer lang das Zentrum der Theatermoderne. Internationale Stücke, junge Autoren, neue Lesarten von Klassikern, Auftritte moderner Ausdruckstänzer – 1914 war Köln der Theaterort schlechthin. Doch mit Beginn des Ersten Weltkriegs brach das Programm ab, das Theater wurde geschlossen. Nichts ist von diesem Jahrhundertereignis heute mehr vor Ort zu sehen.

Vor 104 Jahren wurde im Benrather Schlosspark in Düsseldorf eine Probebühne aufgebaut. Man spielte zwei Stücke des antiken Dichters Sophokles: Antigone und König Oedipus. Man wollte ausprobieren, ob der Ort sich für ein Naturtheater eignete. Das damalige Konzept zeigt, dass es den Veranstaltern nicht um ein einfaches Freilichttheater, sondern um einen umfangreichen Bau mit Alternativbühne für Regentage und Restaurant ging. Kunst und Natur sollten hier in besonderer Weise miteinander verbunden werden. Doch das Projekt wurde nicht realisiert, warum? Man weiß es nicht.

Die Kulturgeschichte kennt eine Vielzahl solcher verlorener, vergangener, unvollständiger Ideen und Pläne. Auch wenn sie nicht mehr zu sehen sind, so haben sie doch ihre Zeit mit beeinflusst. Die virtuelle Ausstellung „Orte der Utopie“ denkt mit zwei Veranstaltungen außerhalb des Internets über die vergessenen und verlorenen Orte nach. Zunächst im Rheinpark in Köln, am damaligen Ort des Werkbundtheaters am Sonntag, den 23. August 2015 um 16.00 Uhr.

Weitere Informationen hier.

Die Veranstaltungen werden gefördert von der Sparkasse KölnBonn und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.