Heinrich Böll in Moskau – Lew Kopolew in Köln, Ringvorlesung am 10.01.2019

Herzliche Einladung zur Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeit“ am 10.01.2019 im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf mit einem Vortrag von Prof. Dr. Beate Fieseler über „Heinrich Böll in Moskau – Lew Kopolew in Köln: eine deutsch-russische Freundschaft und die Literaturbeziehungen zwischen beiden Ländern in den 1960er/1970er Jahren“.

Zur Ankündigung:

Heinrich Böll gehörte zu den in der UdSSR populärsten ausländischen Schriftstellern. Seine Werke erreichten dort Millionenauflagen. Von seinem ersten Moskau-Aufenthalt im Jahr 1962 datiert die enge Beziehung zu dem Germanisten,  Übersetzer und Memoiren-Autor Lew Kopelew – eine „Freundschaft auf den ersten Blick“ (Böll), die bis zu Bölls Tod im Jahr 1985 andauerte und viele weitere deutsch-russische Kontakte und literarische Begegnungen ermöglicht hat. Lew Kopelew wiederum, der 1981 aus der Sowjetunion ausgebürgert wurde, realisierte noch als 70-Jähriger mit großem Elan die selbstgestellte Aufgabe als Grenzgänger und Brückenbauer. Sein „Wuppertaler Projekt“ mit der 10-bändigen Reihe „West-östliche Spiegelungen“ ist ein bemerkenswerter Beitrag zu dem Versuch, Deutsche und Russen einander näher zu bringen. Der Vortrag erinnert an diese Schriftstellerfreundschaft und die Hoffnungen, die sich in West und Ost daran knüpften. 

Anlässlich des 100. Geburtstags von Heinrich Böll, Vortrag Prof. Dr. G. Cepl-Kaufmann

Heinrich Böll wird 100! Und Köln feiert! Im Rahmen des Programms „‚Hoffentlich kein Heldenlied!’Heinrich Böll zum 100. Geburtstag lädt das Katholische Bildungswerk Köln zu einem Veranstaltungsreigen.
Am 28.11.2017, 19.30 Uhr im DOMFORUM Köln geht es um „Nobelpreisträger: Was eint und was trennt die beiden Schriftsteller Heinrich Böll und Günter Grass?“

Mit Heinrich Böll und Günter Grass hat das kulturelle Deutschland zwei gewichtige und weltweit gewürdigte Nachkriegsautoren und -werke zu bieten. Sie engagierten sich gemeinsam. Beide waren immer wieder öffentlicher Kritik, ja
Kampagnen ausgesetzt. Beide gelten als politisch engagierte Schriftsteller, ihr Werk als wesentlicher Beitrag für eine kritische literarische Sichtung von Gegenwart und Vergangenheit.
So viel Gemeinsamkeit fordert geradezu heraus, Werk und Wirkung zu befragen und das Gemeinsame wie das Trennende zu benennen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, Eintritt: 3€
Weitere Informationen hier: Zum Vortragsprogramm „Hoffentlich kein Heldenlied!“