Tagung: Die Entstehung einer Hauptstadtregion zwischen Köln, Düsseldorf und Brüssel: Die Bonner Republik

Herzliche Einladung zur Tagung! Jeweils zwei Tage an zwei Orten, jeweils Freitag bis Samstag:

18.-19.10.2019 Teil 1 im LVR-Landesmuseum in Bonn, Colmantstr. 14-16, 22.-23.11.2019 Teil 2: Haus der Universität in Düsseldorf, Schadowstr. 14

Anmeldung unter grande@phil.hhu.de (Achtung: die Plätze sind begrenzt).

Weihnachtszeit, Jahreswechsel und: Ringvorlesung am 11.1.2018

Kaum steht Weihnachten an, schon geht der Blick ins neue Jahr! Schon am 11.1.2018 setzen wir unsere Ringvorlesung fort: In der Zentralbibliothek der Stadtbücherein Düsseldorf um 17.00 Uhr. Prof. Dr. Ulli Seegers trägt zum „Kunstmarkt in der Bonner Republik“ vor! Herzliche Einladung!
„Während die Kasseler Documenta in den 1950er Jahren den Anschluss an die zur NS-Zeit verfemte moderne Kunst suchte, bildete sich im Rheinland rund um die Düsseldorfer Kunstakademie und den ersten Kölner Kunstmarkt (1967) eine lebendige Kunstszene mit großer internationaler Strahlkraft. Ein Netzwerk von Künstlern, Galeristen und Sammlern legte im Westen der jungen Republik das Fundament für einen florierenden Kunstmarkt, der nicht nur längst Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch die Strukturen für einen global umspannenden Handel mit Kunst vorgeprägt hat. Der Vortrag stellt zentrale Akteure und Entwicklungslinien des rheinischen Kunstmarktes in den 1960er und 1970er Jahren vor.
Ulli Seegers ist Juniorprofessorin für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Kunstvermittlung im Museum und Kunsthandel an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, sie ist Mitglied des hiesigen Forscherteams zur Bonner Republik, das im Wintersemester 2017/2018 seine Forschungen im zweiten Teil der Ringvorlesung „Die Bonner Republik: Forschung – Diskurs – Öffentlichkeit“ präsentiert. Einer Kooperation zwischen Stadt Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität und Institut „Moderne im Rheinland“.“

Virtuelle Utopien und analoge Orte – www.ortederutopie.eu

Wo gehen die Orte hin, wenn sie verschwinden? Wo bleiben die gescheiterten Ideen?

Vor 101 Jahren erhob sich auf dem Gelände des heutigen Rheinparks in Köln ein avantgardistisches Theatergebäude. Geplant von dem belgischen Architekten Henry van de Velde für die legendäre Werkbundausstellung 1914. Als Gesamtkunstwerk konzipiert, war das Werkbundtheater einen Sommer lang das Zentrum der Theatermoderne. Internationale Stücke, junge Autoren, neue Lesarten von Klassikern, Auftritte moderner Ausdruckstänzer – 1914 war Köln der Theaterort schlechthin. Doch mit Beginn des Ersten Weltkriegs brach das Programm ab, das Theater wurde geschlossen. Nichts ist von diesem Jahrhundertereignis heute mehr vor Ort zu sehen.

Vor 104 Jahren wurde im Benrather Schlosspark in Düsseldorf eine Probebühne aufgebaut. Man spielte zwei Stücke des antiken Dichters Sophokles: Antigone und König Oedipus. Man wollte ausprobieren, ob der Ort sich für ein Naturtheater eignete. Das damalige Konzept zeigt, dass es den Veranstaltern nicht um ein einfaches Freilichttheater, sondern um einen umfangreichen Bau mit Alternativbühne für Regentage und Restaurant ging. Kunst und Natur sollten hier in besonderer Weise miteinander verbunden werden. Doch das Projekt wurde nicht realisiert, warum? Man weiß es nicht.

Die Kulturgeschichte kennt eine Vielzahl solcher verlorener, vergangener, unvollständiger Ideen und Pläne. Auch wenn sie nicht mehr zu sehen sind, so haben sie doch ihre Zeit mit beeinflusst. Die virtuelle Ausstellung „Orte der Utopie“ denkt mit zwei Veranstaltungen außerhalb des Internets über die vergessenen und verlorenen Orte nach. Zunächst im Rheinpark in Köln, am damaligen Ort des Werkbundtheaters am Sonntag, den 23. August 2015 um 16.00 Uhr.

Weitere Informationen hier.

Die Veranstaltungen werden gefördert von der Sparkasse KölnBonn und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.