Tagungsankündigung: „Eurovision 1914 – Eine Zwischenbilanz“

Wie haben die Projekte zum Ersten Weltkrieg unser Geschichtsbewusstsein beeinflusst, Wie hat sich die Erinnerung an den Krieg und die Wahrnehmung desselben seit 2014 verändert? Welche weiteren Aufgaben knüpfen sich an die Projekte und Erfahrungen des vergangenen Jahres? Diese Fragen und vielen weiteren stellt sich vom 19. bis 20. Februar die Tagung „Eurovision 1914 – Eine Zwischenbilanz“ in Oberhausen. Tagungsveranstalter sind das Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Landschaftsverband Rheinland und die Landeszentrale für politische Bildung NRW.

Hier finden Sie das Programm und die Anmeldung zur Tagung.

Tagung: Visionen, Utopien und die Realität im frühen 20. Jahrhundert

Am 21. und 22. November 2014 findet in Bonn eine Tagung zu den utopieschwangeren Aufbrüchen des frühen 20. Jahrhunderts, insbesondere im Vorfeld des Ersten Weltkriegs statt.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Institut „Moderne im Rheinland“, dem Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem August Macke Haus in Verbindung mit dem Dezernatsprojekt „1914 – Mitten in Europa“ des Landschaftsverbands Rheinland.

Informationen zum Programm finden Sie hier. Für eine Anmeldung bis zum 18.11.2014 unter info@moderne-im-rheinland.com bedanken wir uns.

 

Kolloquium „Die Würde der Landschaft. Landschaftskonstrukte in der Moderne“

„Der Blick in die ermüdende Rheinebene war dermaßen verzweifelt, daß ich in diesem Faß zu schreiben begann.“, schreibt Carl Einstein in seiner „Kleinen Autobiographie“. Am 10. Mai 2014 untersucht ein Kolloquium die Landschaftskonstrukte in der Moderne. Wie nahmen Künstler, Schriftsteller, Politiker und Kulturmacher Landschaft wahr, welche Landschaftskonstrukte liegen ihren Werken zugrunde und wie beeinflussten sie die Landschaftswahrnehmung, welche Rolle spielte Landschaft in politischen Kontexten?

Veranstalter: Kunst- und Kulturverein HöhenArt Hürtgenwald, Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Junkerhaus Simonskall, Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren

Tagungsort: Landhotel Kallbach, 52393 Hürtgenwald-Simonskall

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Anmeldung bitte bis zum 5.5.2014 an info@moderne-im-rheinland.com

Konferenz „Education in the context of ideology and power. Turkish University Reform and the Jewish Academics in Perspective“

Vom 31. Oktober bis zum 1. November 2013 fand in Istanbul eine Konferenz über die Frage nach Bildung im Kontext von Ideologie und Macht statt. Das international und interdisziplinär besetzte Kolloquium reflektierte den Beitrag der von den Nationalsozialisten verfolgten deutschen jüdischen und politisch links gerichteten Professoren, die in den 1930er Jahren Zuflucht in der Türkei fanden. Die Koinzidenz von Atatürks Reformen im Kontext der Gründung der Türkischen Republik seit den 1920er Jahren, zu der u. a. auch die Neustrukturierung des Universitätssystems gehörte, und die nationalsozialistischen Repressionen gegenüber zahlreichen Intellektuellen in Deutschland führte durch die Exilphase zu einer Transkulturalität zwischen beiden Ländern in den 1930er Jahren, deren Auswirkungen noch bis heute auszumachen sind. Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann und Anne M.N. Sokoll M.A. knüpften hier an das Forschungsprojekt „TürkeiAlmanya“ an und sprachen über „Marks and structures. Bruno Taut’s and Ernst Reuter’s influences on the modern Turkish Republic„. Der Architekt Bruno Taut zählt zu den bekannten Exilanten, der während seines zweijährigen Exils in der Türkei mehr als 20 Bauprojekte betreute, die universitäre Lehre der Architektur in der Türkei umgestaltete und das Grundlagenwerk „Mimari Bilgisi/Architekturlehre“ verfasste, das die Implementierung einer Architektur-Fachsprache bewirkte. Tauts intensive Lebensphase findet ihren Höhepunkt im Tode Atatürks mit der Gestaltung des Katafalks zu Ehren des Gründers der Türkischen Republik – Tauts letztes Werk, bevor er kurze Zeit später verstirbt.

Die Konferenz wurde von der Boğaziçi Üniversitesi, dem Goethe Institut, Istanbul, und dem Avusturya Kültür Ofisi, Istanbul organisiert.

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Neue Publikation „Rheinisch! Europäisch! Modern!“

Mit den Facetten der Moderne vor dem Ersten Weltkrieg im Rheinland setzt sich der Tagungsband auseinander, der Ende des Monats unter dem Titel „Rheinisch! Europäisch! Modern! Netzwerke und Selbstbilder im Rheinland vor dem Ersten Weltkrieg“ im Klartext Verlag in Essen erscheint.

Die Tagung des Instituts „Moderne im Rheinland“ in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland und dem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud war Ausgangspunkt der neuen Publikation. Um das Ereignis der Sonderbundausstellung 1912 herum befragen die Autoren die Zeit und die Region nach ihren Netzwerken und Selbstbildern.

Zum Inhaltsverzeichnis: Rheinisch! Europäisch! Modern! Netzwerke und Selbstbilder im Rheinland vor dem Ersten Weltkrieg. Hrsg. v. Gertrude Cepl-Kaufmann, Jasmin Grande, Georg Möglich. Essen 2013

In der FAZ: das Rheinland und der Erste Weltkrieg

Am Wochenende erschien in der FAZ ein Beitrag von Rainer Blasius zum großen LVR-Projekt „1914 – Mitten in Europa“, das gegenwärtig im Dezernat „Kultur und Umwelt“ (Leitung: Milena Karabaic) unter Federführung von Herrn PD. Dr. Thomas Schleper vorbereitet wird.

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Weitere Pressemeldungen zum Projekt:

„Der Abend vor der Katastrophe. Das Rheinland“ von Thomas Kliemann, Bonner General-Anzeiger, 06.09.2013, S. 12