Tipp: L’Art Sacré. Konzepte der Moderne in der Sakralkunst Frankreichs, der Schweiz und Deutschlands

Vom 11.-12. November 2016 veranstaltet das Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität im Haus der Universität eine Tagung statt, auf der Studierende gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern, Forschungen zur französischen Zeitschrift „l’Art sacré“ vorstellen.

Die Kritik an der christlichen Kunst des 19. Jh. führte seit 1910 zu ersten Ansätzen, Sakralkunst und künstlerische Avantgarde zu versöhnen. In Frankreich führten diese Anstrengungen 1950 zum „Appel aux grands“, dem unabhängig von ihrem persönlichen religiösen (Nicht-)Bekenntnis so avantgardistische Künstler wie Le Corbusier, Chagall, Matisse, Rouault, Léger u. a. folgten. Die maßgeblich von den Dominikanern Marie-Alain Couturier und Pie Raymond Régamey geprägte französische Zeitschrift L´Art sacré, deren Ziel es war, die Kunst und Architektur katholischer Kirchen unter den Vorzeichen der Avantgarde zu erneuern, steht im Mittelpunkt dieser Tagung. In einem Projektseminar haben Master-Studierende die Zeitschrift im Hinblick auf diese Versöhnung von Sakralkunst und künstlerischer Avantgarde im 20. Jh. analysiert, um nun ihre Ergebnisse mit Wissenschaftlern des Instituts für Kunstgeschichte und renommierten, auswärtigen Wissenschaftlern vorzustellen und zu diskutieren.

Hier gehts zum Programm.Plakat_AS_101016_3 (1).jpg

Einladung zum Zuhören – Moderne auf WDR 3

Am kommenden Sonntag, den 10.07.2016, 19:05-20:00 Uhr, diskutieren auf WDR 3

Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Institut „Moderne im Rheinland“ an der Düsseldorfer Heinrich Heine Universität
Dr. Chantal Eschenfelder, Städelmuseum Frankfurt/Main
Prof. Dr. Heike Gfrereis, Literaturmuseum der Moderne, Marbach Neckar

unter der Moderation von Dr. Michael Köhler über „Moderne“ als Begriff sowie als aktuelles Konzept.

Zur Sendung (hier befindet sich auch der Link zum Nachhören)

VerOrtung der Moderne. Begriff – Institutionen – Forschung

Als Ausdruck einer höchst wechselvollen Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart erfuhr und erfährt Moderne ganz unterschiedliche Deutungen. Die Diskussion zur Postmoderne, die mit modernisierter Historie und vice versa historisierter Moderne den Bezug eines Bezugs thematisierte, liegt noch nicht sehr lange zurück. Moderne als Prozess und Moderne als Ergebnis stellten dafür den Hintergrund, war damit doch die klassische Moderne um und nach 1900 als Epoche gemeint. Als „zweite Moderne“ wurden die Fortsetzungen seit den 1950er Jahren gehandelt, auf die die Postmoderne wiederum dialektisch reagierte. Jüngst schließt sich daran die Diskussion um die gegenwärtige und zeit- genössische globale Kunst an, die nicht nur „nicht mehr synonym mit moderner Kunst ist“, sondern sich sogar „in einen Gegensatz setzt“ (H. Belting). Dennoch kann in Anbetracht der Impulse sowie der Weite und umfassenden Bewegung der Moderne wohl noch immer davon die Rede sein, dass sie sich „heute weltweit gerade in ihrer relativistischen Spätform und als globales Esperanto behauptet“ (E. Beaucamp).

Die aktuellen Diskussionen zum Begriff nehmen die Veranstalter als Ausgangspunkt eines Tagungs- und Forschungs- projekts, das mit der „VerOrtung der Moderne“ zunächst an einem transdiziplinären status quo arbeitet, der auch aktuelle Projekte und Institutionen zum Thema einbezieht. Auf die in Kooperation mit der Fritz Thyssen Stiftung veranstalteten Auftakttagung 2016 folgen 2017 und 2018 Tagungen zu regional-historischen und internationalen Perspektiven.

 

Hier gehts zum Programm. Die Gestaltung des Programms stammt von David Zepter: Dankeschön!

Pressematerial zur Veranstaltung finden Sie hier!

Die Teilnahme ist frei, da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bis zum 31.05.2016.

 

Konjunktionen. Yvan Goll im Diskurs der Moderne

Vom 6. bis 8. April veranstaltet das Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes eine Tagung über Yvan Goll. Das Institut „Moderne im Rheinland“ ist dabei und berichtet auf instagram und facebook von der Tagung. @Rheinmoderne #yvangoll

Eine Zusammenfassung der Tagungsberichte und -impressionen steht schon auf storify hier

 

Literaturhauptstadt um die Jahrhundertwende: Berlin Friedrichshagen

1994 erschien der Band „Berlin – Friedrichshagen. Literaturhauptstadt um die Jahrhundertwende“ im Boer-Verlag und war schnell vergriffen. Mit Namen wie Wilhelm Bölsche, Bruno Wille, Gerhart Hauptmann, August Strindberg, Ola Hansson, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Wilhelm Spohr, den Brüdern Heinrich und Julius Hart und vielen mehr behandelt der Band ein zentrales Thema der Moderne-Forschung. Nun ist er wieder verfügbar: Gemeinsam mit den Autoren, Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann und Dr. Rolf Kauffeldt, hat der Verlag eine Neuauflage initiiert.

Informationen zur Neuauflage hier.

Förderbewilligung „Verortung der Moderne. Begriff – Institutionen – Forschung“

Mit der Förderzusage der Fritz Thyssen Stiftung zu unserem großen Kolloquium über „Verortung der Moderne“ können wir hier eine weitere Veranstaltung des Instituts „Moderne im Rheinland“ ankündigen. Wer definiert heute, was ‚Moderne‘ ist, welche disziplinären Differenzen komplizieren die Vielfalt des Begriffs, welche Grundlagen vermitteln Museen, Arbeitskreise, etc. zur Begriffsvielfalt? Welchen Stellenwert nimmt der Begriff in der Forschung ein? Über diese und weitere Fragen diskutieren im April 2015 im Vortragssaal der Fritz Thyssen Stiftung ForscherInnen und MuseumsleiterInnen. Das Programm folgt.

Museumsdialog im Leopold-Hoesch-Museum Düren: Der gedichtete Krieg

Den Ersten Weltkrieg erlebten Schriftsteller und Künstler als Katastrophe, als Verlust einer Welt des Fortschritts, ja, als persönliches Versagen: Die meisten von ihnen hatten den Krieg stürmisch begrüßt. Sie sehnten eine starke, reinigende Kraft herbei.
Es kam anders: Dieser Krieg erwies sich – wie alle Kriege – als Chamäleon. Er entglitt denen, die ihn als Feld für heroische Kämpfe ersehnten. Schon nach wenigen Wochen zeigte dieser industriell geführte Krieg sein wahres Gesicht.
Der Museumsdialog findet statt im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Moderne. Weltkrieg. Irrenhaus. 1900 – 1930“ im Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren und im Psychiatriegeschichtlichen Dokumentationszentrum (PDZ) auf dem Gelände der LVR-Klinik Düren. Die Ausstellung ist Teil des Verbundprojektes: „1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“.

Vortragende: Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Dr. (des.) Jasmin Grande

Zeit: Donnerstag, den 10. Juli 2014