„Politisch-kutureller Wandel von 1965-1980“ – Einladung zur Ringvorlesung

Am kommenden Donnerstag, den 25.02.2018, findet unsere Ringvorlesung über „Die Bonner Republik. Forschung – Diskurs – Öffentlichkeit“ im Roy-Lichtenstein-Saal der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf statt. Es ist uns eine besondere Freude, den Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Rosar, zum Vortrag zu begrüßen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

25.01.2018, 17.00 Uhr
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Roy-Lichtenstein-Saal (Hörsaal 2A, Gebäude 22.01)

Prof. Dr. Ulrich Rosar: Politisch-kultureller Wandel 1965-1980. Eine stille Revolution?

Als Bundeskanzler Brandt in seiner Regierungserklärung vom 28. Oktober 1969 den legendären Satz sagte „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“, traf er einen gesellschaftlichen Nerv. Ausgehend vom gewachsenen Wohlstand der Adenauer- und Erhard-Ära sowie der zunehmenden, insbesondere von Studierenden formulierten Kritik an den bestehenden politischen Verhältnissen, griff er damit einen tiefgreifenden Wunsch nach politisch-kultureller Veränderung in der arrivierten Bonner Republik auf.

Aber war dieses Streben nach einer partizipatorischen Politikkultur das Projekt einer kleinen, intellektuell geprägten Avantgarde? Oder trug Brandt hier einem stillen, aber tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel Rechnung, den er als einer der ersten erkannte und verstand? Ausgehend von sozialwissenschaftlichen Erklärungsmodellen des politisch-kulturellen Wandels und basierend auf Umfragedaten der 1960er bis 1980er Jahre möchte der Vortrag hierauf eine Antwort geben.

 

Ringvorlesung: Prof. Dr. Ulrich Rosar über „Die junge Bonner Republik. Eine Demokratie ohne Demokraten?“

Am 31.01.2017 dürfen wir den Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Rosar, in unserer Ringvorlesung begrüßen. Er widmet sich den demokratischen Anfängen in der Bonner Republik.

Termin: Dienstag, den 31.01.2017, 17.00 Uhr

Ort: Plenarsaal im Rathaus der Stadt Düsseldorf

Zum Vortrag:

Die Bonner Republik stand mit ihrer Gründung vor gewaltigen Herausforderungen: wirtschaftlich, sozial, ordnungs- und außenpolitisch. Zugleich musste sie sich gegen die und mit den alten Eliten konstituieren und so den Spagat zwischen Neuanfang und Kontinuität bewältigen. Die größte Herausforderung war jedoch die Implementierung demokratischer Strukturen und Prozesse in eine zerbrochene Gesellschaft ohne eingelebte und tragfähige demokratische Traditionen. Der Vortag gibt einen Einblick in die Rahmenbedingungen und Herausforderungen, unter denen sich die junge Bonner Republik bewähren musste. Er beschreibt ihren Weg in die Demokratie und beleuchtet die relevanten Erfolgsfaktoren. Im Fokus steht dabei das Paradox, dass gerade die spezifisch deutsche Spielart einer undemokratischen politischen Kultur der Bonner Republik den Weg in eine gelebte Demokratie geebnet hat.

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