WDR 3 Forum – Bühne frei für den Frieden

Am Sonntag, den 16.10.2016 diskutiert Dr. Petra Weber von 19.04 – 20.00 Uhr im Forum auf WDR 3 mit Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Dr. Winrich Meiszies, Ute Vogel und Kay Voges durch die Frage nach dem Aktualitätsbezug des Theaters in der Gegenwart: wie politisch kann/darf/soll/muss Theater heute sein? Wen erreicht das Theater? Wie verändert sich Theater in Zeiten des digitalen Wandels? Wo findet Theater heute statt?

Die Sendung ist hier zum Nachhören im Download verfügbar.

 

Barcamp Theater in digitalen Räumen am 9.9.2016

Seit 2013 arbeitet die „Moderne im Rheinland“ in enger Kooperation mit dem Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Agentur Publicis Pixelpark und der Kunsthistorikerin Dr. Christiane Heiser an der Reflexion über das Theater als alternativem Raum im Umfeld des Ersten Weltkriegs. Das sichtbare Ergebnis dieser Kooperation ist die virtuellen Ausstellung www.ortederutopie.eu.

Nun besteht Konsens darüber, dass sich die Zeiten gegenseitig begegnen, z.B. in der Aufbruchsstimmung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die vergleichbar ist mit dem Heute. Dies sowie die Erfahrungen mit dem Internet als Teil unserer Wirklichkeit motiviert uns, auch die Raumüberlegungen zum Theater zu aktualisieren. In unerhörter Souveränität versteht es das Theater, sich mit dem Virtuellen zu verbinden: sei es die Aktivierung von social media als Teil der Öffentlichkeitsarbeit, sei es den Transfer von Stücken in die virtual reality, sei es das Aufgreifen gesellschaftsverändernder Impulse wie gaming. Über Möglichkeiten und Grenzen der Verbindung von Internet und Theater möchten wir in einem Barcamp am 9.9.2016 reflektieren und laden herzlich ein.

Ort: Orangerie, Stiftung Schloss und Park Benrath

Datum: 9.9.2016, 10.00-18.00 Uhr

Was ist ein Barcamp?

Worum geht es am 9.9.2016?

Themenvorschläge

Zur Anmeldung

 

 

Sonne, Parks und Diskussionen: Preview für 2016

Unter der Federführung von Dr. Christiane Heiser war im August 2015 als Teil der virtuellen Ausstellung "Orte der Utopie" gemeinsam mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln und in Zusammenarbeit mit dorn architekten köln im Kölner Rheinpark das virtuelle Werkbundtheater von Henry van de Velde eröffnet worden. Die Tänzerin Katharine Sehnert erkundete den parallel Raum mit einer Performance.

Während der Frühling draußen auf sich warten lässt, wärmen wir uns mit diesen Bildern aus dem Spätsommer vergangenen Jahres und kündigen schonmal die nächsten großen Ereignisse an. Tagungen, Barcamps und Ringvorlesungen sind in 2016 geplant. Darunter auch die virtuelle Begehung eines 1911 geplanten Naturtheaters im Schlosspark Benrath. Unter der Federführung von Dr. Christiane Heiser war im August 2015 als Teil der virtuellen Ausstellung „Orte der Utopie“ gemeinsam mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln und in Zusammenarbeit mit dorn architekten köln im Kölner Rheinpark das virtuelle Werkbundtheater von Henry van de Velde eröffnet worden. Die Tänzerin Katharine Sehnert erkundete den parallel Raum mit einer Performance. Mit dem Naturtheater in Benrath wird nun ein weiterer heute nicht mehr sichtbarer Ort virtuell erfahrbar gemacht. Die Skizzen zum Projekt liegen heute im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf und sind auch digital auf unserer Seite einsehbar: hier. Einige Details zum Vorhaben finden sich schon in unserer virtuellen Ausstellung „Orte der Utopie„.

Weitere Aktivitäten der „Moderne im Rheinland“ finden z.B. am 22.-23.04.2016 mit der internationalen Tagung „European Heritage. Künstlernachlässe als Kulturgut“in Kooperation mit dem Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe und am 01.-03.06.2016 zum Thema „VerOrtung der Moderne: Begriff – Institutionen – Forschung“ in Kooperation mit der Fritz Thyssen Stiftung in Köln statt. Weitere Informationen folgen.

 

Nachruf auf Eva Pankok

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In den letzten Jahren wird niemand, der das Glück hatte, Eva Pankok im Gespräch zu erleben, ohne diese wichtige Empfehlung sich verabschiedet haben: „Wenn Du einem Nazi begegnest, musst Du brüllen.“ Diese Botschaft, so erzählte sie anlässlich eines konspirativen Nachmittags im Spätsommer 2011 gab sie stets den Kindern mit, die das museumspädadogischen Programm in Haus Esselt besuchten, aber auch allen anderen: Kulturmachern, Politikern, Professoren, Freunden, Besuchern … Sie selbst hatte erlebt, wie ihre Mutter, Hulda Pankok, als Soldaten das Grundstück durchsuchen wollten, diese durch Signale der Dominanz – laut und deutlich – zur Umkehr zwang. Auch unsere Studierenden lernten von ihr Zivilcourage, als sie überraschend am 5. April 2013 in Begleitung von Annette Burger im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf erschien und der Eröffnung des digitalen Briefwechsels Louise Dumont an Gustav Lindemann beiwohnte. Nun ist Eva Pankok am 16. Februar 2016 mit 90 Jahren gestorben. Wir, d.i. das Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, trauern um sie und danken ihr für die Impulse, die sie unermüdlich gesetzt hat: Mut, Hoffnung und Liebenswürdigkeit.

Faszination Wirklichkeit – www.ortederutopie.eu

Realität, Wirklichkeit, Wahrnehmung, Augenblick, Blickwinkel, Subjektivität, .. Die – welche? – Wirklichkeit bleibt ein ungeklärtes Faszinosum. Und hat doch so unendlich viel mit uns zu tun. Über Virtual Reality-Brillen können wir sie, die „Wirklichkeit“, seit kurzem von einer weiteren Seite bestaunen, indem wir uns z.B. in einer virtuellen Vergangenheit selbst begegnen. Die Ausstellung „Orte der Utopie“ greift diese Möglichkeit auf. Im heutigen Gelände des Rheinparks in Köln kann der Besucher mit einer Virtual Reality-Brille das 1914 von Henry van de Velde entworfene Werkbundtheater besichtigen. Architektur von vor 100 Jahren ist uns natürlich vertraut, wir begegnen ihr täglich in den Straßen. Aber der Theaterbau von Henry van de Velde war Ausdruck einer Utopie, dem Gesamtkunstwerksbegriff verpflichtet. In der heutigen Gartenlandschaft des Rheinparks, selbst Spiegel der Gartenvergangenheit der 1950er Jahre, wirkt der Theaterbau von 1914 fremd, fast scheint es, als sei ein Ufo gelandet – direkt neben einem Parkmülleimer.

Informationen zum Werkbundtheater von Henry van de Velde finden Sie hier und das virtuellen Werkbundtheater im Rheinpark können Sie hier besuchen.

Virtuelle Utopien und analoge Orte – www.ortederutopie.eu

Wo gehen die Orte hin, wenn sie verschwinden? Wo bleiben die gescheiterten Ideen?

Vor 101 Jahren erhob sich auf dem Gelände des heutigen Rheinparks in Köln ein avantgardistisches Theatergebäude. Geplant von dem belgischen Architekten Henry van de Velde für die legendäre Werkbundausstellung 1914. Als Gesamtkunstwerk konzipiert, war das Werkbundtheater einen Sommer lang das Zentrum der Theatermoderne. Internationale Stücke, junge Autoren, neue Lesarten von Klassikern, Auftritte moderner Ausdruckstänzer – 1914 war Köln der Theaterort schlechthin. Doch mit Beginn des Ersten Weltkriegs brach das Programm ab, das Theater wurde geschlossen. Nichts ist von diesem Jahrhundertereignis heute mehr vor Ort zu sehen.

Vor 104 Jahren wurde im Benrather Schlosspark in Düsseldorf eine Probebühne aufgebaut. Man spielte zwei Stücke des antiken Dichters Sophokles: Antigone und König Oedipus. Man wollte ausprobieren, ob der Ort sich für ein Naturtheater eignete. Das damalige Konzept zeigt, dass es den Veranstaltern nicht um ein einfaches Freilichttheater, sondern um einen umfangreichen Bau mit Alternativbühne für Regentage und Restaurant ging. Kunst und Natur sollten hier in besonderer Weise miteinander verbunden werden. Doch das Projekt wurde nicht realisiert, warum? Man weiß es nicht.

Die Kulturgeschichte kennt eine Vielzahl solcher verlorener, vergangener, unvollständiger Ideen und Pläne. Auch wenn sie nicht mehr zu sehen sind, so haben sie doch ihre Zeit mit beeinflusst. Die virtuelle Ausstellung „Orte der Utopie“ denkt mit zwei Veranstaltungen außerhalb des Internets über die vergessenen und verlorenen Orte nach. Zunächst im Rheinpark in Köln, am damaligen Ort des Werkbundtheaters am Sonntag, den 23. August 2015 um 16.00 Uhr.

Weitere Informationen hier.

Die Veranstaltungen werden gefördert von der Sparkasse KölnBonn und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Orte der Utopie. Die virtuelle Ausstellung im zweiten Akt

Unsere virtuelle Ausstellung „Orte der Utopie. Theater- und Raumkonzepte in Zeiten des Krieges. Ein Europaprojekt“ hat nun die Vorhänge für den zweiten Akt geöffnet. Auftritt: August Macke. Was hat August Macke mit dem Theater zu tun? Und welche Impulse setzte er im Rheinland vor dem Ersten Weltkrieg für die Moderne? Zugleich haben Pixelpark und three-2-one interaktive Medien den zweiten Akt zum Anlass genommen, das visuelle Konzept zu erweitern. Der Krefelder Künstler Frank Esser lieferte das neue Bildmaterial. Starke Bilder, spannende Geschichten zu finden unter http://www.ortederutopie.eu