Tagung „unendlich viele freiheitsgrade im öffentlichen raum“ am 5.3.2020

Unendlich viele Freiheitsgrade – im öffentlichen Raum

Tagung des Zentrums für Peripherie am Donnerstag, 5. März 2020 von 9:30 bis 16:00 Uhr
Ort: Am Wittenberger Weg in Düsseldorf-Garath

‘Freiheitsgrad’ ist ein Begriff aus der Physik, der voneinander unabhängige veränderliche Parameter eines Systems bezeichnet. Die Quantenfeldtheorie beschreibt Wechselwirkungen von Feldern untereinander durch unendlich viele Freiheitsgrade.

Die Tagung wagt sich an ein großes Thema unserer Zeit: Wie gelingt es, die Auflösungstendenzen des Privaten und Öffentlichen als Herausforderung zu begreifen und in diesem Prozess neue, gemeinsam erfundene und getragene Räume zu schaffen?

Die interdisziplinäre Tagung ‘Unendlich viele Freiheitsgrade – im öffentlichen Raum’ wertet sieben Jahre künstlerischer Arbeit aus. Sie geht der Freiheit im Denken und Handeln nach, die künstlerisch begleitete Prozesse eröffnen. Sie untersucht, wie durch diese gemeinsamer öffentlicher Raum entsteht. Die Tagung ist ein Beitrag zum Verbundprojekt 100 jahre bauhaus im westen.

Die Differenzierung der Tagungsthemen in eine große Zahl von Unterthemen ermöglicht produktive Zusammenarbeit in Gruppen von bis zu zehn Personen. Nach dem Projektprinzip werden die Themen aus dem Projekt heraus von Kindern, Jugendlichen und Studierenden vorbereitet und zusammen mit Tagungsteilnehmer*innen und Expert*innen weiterentwickelt.

Projektpartner*innen:
Zentrum für Peripherie NRW
Architektenkammer NRW
Institut „Moderne im Rheinland“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Baukultur Nordrhein-Westfalen
Landschaftsverband Rheinland

Ab sofort ist die Anmeldung auf www.zentrum-fuer-peripherie.org möglich.

Informationen zur Tagung hier.

Bauhütten 2019 in Simonskall am 3.9.2019

Am Mittwochnachmittag lädt die „Moderne im Rheinland“ ab 14.00 Uhr zum Austausch über das Denkbild Bauhütte ein!

Vorgestellt werden drei Beispiele aktueller Bauhütten:

  • Die Bauhütte des Hohen Doms zu Köln: vorgestellt von Dombaumeister Peter Füssenich
  • Das Projekt BAUHUETTE – Campusdach 100 Jahre Bauhaus, Dessau
  • Die Künstlerin Ute Reeh stellt das Projekt Bauhütte Wiesencafé in Düsseldorf Garath vor.

Statement von Dombaumeister Peter Füssenich zur Simonskaller „Bauhütte für Kathedralen des 21. Jahrhunderts“:

„So wie sich abzeichnet, dass das Bauhaus nicht nur eine Erfolgsgeschichte des 20. Jahrhunderts ist, sondern dass seine Strahl- und Wirkkraft über die Jahrtausendwende und in die Zukunft reicht, so gilt dies auch für das viel ältere Prinzip der Bauhütte, dessen Anfänge wir in der Werkstattgemeinschaft großer mittelalterlicher Kirchenbauten suchen müssen. Liest man das Vorwort des Bauhaus-Manifestes, in dem Walter Gropius zur Rückkehr zum Handwerk aufruft, zum „bewussten Mit- und Ineinanderwirken aller Werkleute untereinander“, zur Bildung einer „neuen Zunft der Handwerker ohne die klassentrennende Anmaßung […] zwischen Handwerkern und Künstlern“, liegen die Parallelen zwischen den Bauhaus-Idealen und dem Bauhüttenwesen auf der Hand. Bis heute hält sich in den Bauhütten der großen und kleinen europäischen Kirchen das stolze Selbstverständnis einer Kreativgemeinschaft, die Tradition und Innovation im eng verzahnten Zusammenwirken der einzelnen Gewerke als generationenübergreifendes Kontinuum verbindet. Im März 2018 gab die Deutsche UNESCO-Kommission bekannt, dass das Bauhüttenwesen in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes Deutschlands aufgenommen wurde, die Anerkennung der europäischen Dom- und Münsterbauhütten als immaterielles Kulturerbe der Menschheit ist beantragt und wird bis Ende 2020 bei der UNESCO beraten und entschieden. So wären nach dem Bauhaus nun auch die Bauhütten in der kulturellen Identität des 21. Jahrhunderts verankert.“

Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.bauhütte-simonskall.de