Petition für das Theatermuseum in Düsseldorf

Eine Vielzahl an Kultureinrichtungen zeichnen das Rheinland aus. Die Dichte der theaterhistorischen Institutionen gehört dazu: neben der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln gehört hierzu auch das Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf mit seinem umfangreichen Archiv. Dieses ist nun von der Schließung bedroht – der von der Stadt angedachte Umzug würde das Archiv erhalten, jedoch den Ausstellungsbereich schließen. Eingespart würden die Renovierungskosten, die der bisherige Ort, Schloss Jägerhof, erfordert, um weiter genutzt zu werden. Eingespart würde aber vor allem die Sichtbarkeit der Theatergeschichte Düsseldorfs und ihre Relevanz für die Kulturgeschichte der Region. Der Freundeskreis des Theatermuseums Düsseldorf hat eine online-Petition gestartet, die Sie hier unterschreiben können.

Tagung der Universität Daugvapils zu Rudolfs Blaumanis

Am 6. und 7. April findet an der Universität Daugvapils in Lettland eine Tagung zu „Rudolfs Blaumanis und die deutschsprachige Literatur“ statt, die nach den spezifisch modernen lettischen Impulsen der Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts fragt. Ausgerichtet wird die Tagung u.a. von Frau Dr. Antje  Johanning-Radziene. Die Leiterin des Instituts „Moderne im Rheinland“, Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann“ hält einen Vortrag über die Verortung Rudolfs Blaumanis im transnationalen Epochenfeld. Hier gehts zum Programm.

Zeitgenossen. Otto Dix im Düsseldorf der 1920er Jahre. Vortrag

Am 01.03.2017, 20.00 Uhr, hält Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann einen Vortrag über die 1920er Jahre in Düsseldorf, als Otto Dix im Umfeld von Mutter Ey, Gert Wollheim, Otto Pankok, Adolf Uzarski und vielen mehr. Der Eintritt ist kostenlos, Anmeldung vorab ist leider nicht möglich, die Platzzahl begrenzt.

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Alle Infos zur Veranstaltung finden Sie hier und auf der Homepage K20.

Ringvorlesung: Prof. Dr. Guido Thiemeyer – „Der Rhein als Bühne und Kulisse für Staatsbesuche in der Bonner Republik“

Zum Ende der Ringvorlesung trägt Prof. Dr. Guido Thiemeyer, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte der Heinrich-Heine-Universität vor. Wir treffen uns hierzu am 09.02.2017 in der Zentralbibliothek in Düsseldorf. Alle sind herzlich eingeladen.

Termin: Donnerstag, den 09.02.2017

Ort: Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40200 Düsseldorf

Zum Vortrag:

Die junge Bonner Republik war ein Staat auf der Suche nach Identität. Staatsbesuche waren in diesem Zusammenhang immer ein Instrument, um dem In- und Ausland ein über die Medien vermitteltes Bild von der Bundesrepublik Deutschland zu geben. Welche Bilder entwarf die „Bonner Republik“ in diesem Kontext von sich selbst? Dieser Frage soll im Vortrag nachgegangen werden.

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Ringvorlesung: Prof. Dr. Ulrich Rosar über „Die junge Bonner Republik. Eine Demokratie ohne Demokraten?“

Am 31.01.2017 dürfen wir den Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich Rosar, in unserer Ringvorlesung begrüßen. Er widmet sich den demokratischen Anfängen in der Bonner Republik.

Termin: Dienstag, den 31.01.2017, 17.00 Uhr

Ort: Plenarsaal im Rathaus der Stadt Düsseldorf

Zum Vortrag:

Die Bonner Republik stand mit ihrer Gründung vor gewaltigen Herausforderungen: wirtschaftlich, sozial, ordnungs- und außenpolitisch. Zugleich musste sie sich gegen die und mit den alten Eliten konstituieren und so den Spagat zwischen Neuanfang und Kontinuität bewältigen. Die größte Herausforderung war jedoch die Implementierung demokratischer Strukturen und Prozesse in eine zerbrochene Gesellschaft ohne eingelebte und tragfähige demokratische Traditionen. Der Vortag gibt einen Einblick in die Rahmenbedingungen und Herausforderungen, unter denen sich die junge Bonner Republik bewähren musste. Er beschreibt ihren Weg in die Demokratie und beleuchtet die relevanten Erfolgsfaktoren. Im Fokus steht dabei das Paradox, dass gerade die spezifisch deutsche Spielart einer undemokratischen politischen Kultur der Bonner Republik den Weg in eine gelebte Demokratie geebnet hat.

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Ringvorlesung: „Auferstanden aus Ruinen?“ Prof. Dr. Volker Dörr

Mit dem Titel „Auferstanden aus Ruinen? – Rückwärtsgewandtheit am literarischen Neubeginn nach 1945″schließt Prof. Dr. Volker Dörr, Lehrstuhlinhaber für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität, den siebten Teil der Ringvorlesung zur „Bonner Republik“ an. Dieses Mal findet die Veranstaltung im Goethe Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberger-Stiftung statt. Interessierter Hörer sind wie immer herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Termin: 19.01.2017, 17.00 Uhr

Ort: Goethe Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberger-Stiftung, Jacobistr. 2, 40211 Düsseldorf

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Zum Vortrag
Nur allzu oft herrscht immer noch der Eindruck vor, es habe im Westen Deutschlands in der angeblichen „Stunde Null“ des Jahres 1945 einen kulturellen „Kahlschlag“ gegeben und die Literatur sei dann 1947 von einer „Jungen Generation“ auf einer „Tabula Rasa“ aus den Trümmern neu erschaffen worden. Tatsächlich aber ist die Literatur der Westzonen und der jungen Bonner Republik, was Personen ebenso wie Konzepte und Themen betrifft, in hohem Maße von einer Kontinuität geprägt, die über 1945 (und 1933) zurückreicht. Dies will der Vortrag kritisch nachzeichnen.

Ringvorlesung: „Deutsches Kolonialidyll? – 1964 als Wendejahr“ – Prof. Dr. Stefanie Michels

Zum Jahresauftakt freuen wir uns auf den Vortrag von Prof. Dr. Stefanie Michels am kommenden Freitag, den 13.01.2017 um 17.00 Uhr. Dieses Mal dürfen wir die Gastfreundschaft des bezaubernden FFT genießen (Ort: FFT JUTA, Kasernenstraße 6). Der Eintritt ist wie stets frei und alle Interessierten herzlich willkommen.

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Zum Vortrag:

Im Rahmen der Ringvorlesung „Die Bonner Republik. Diskurs – Forschung – Öffentlichkeitsarbeit“ ist Prof. Stefanie Michels, Professorin an der Heinrich-Heine-Universität für Europäische Expansion, mit einem Vortrag über die Schärfe der Debatte um die deutsche Kolonialvergangenheit in den 1960er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland zu Gast im FFT. Ausgangspunkt ist dabei der mediale Umgang mit Paul von Lettow-Vorbeck, gestorben 1964, Kommandeur der deutsch-ostafrikanischen Kolonialtruppe im Ersten Weltkrieg. 1918 zog er als „im Felde unbesiegter“ Kriegsheld durch das Brandenburger Tor, in der NS-Zeit nahm er eine zentrale Rolle in der Kriegs- und Kolonialpropaganda ein. An seinem Grab standen zwei seiner ehemaligen afrikanischen Soldaten. Der damalige Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel, selbst in Deutsch-Ostafrika geboren, bezeichnete ihn als Vorbild für die deutsche Jugend. Ralph Giordano, damals Journalist beim WDR erkannte hierin die „Legende vom deutschen Kolonialidyll“. Mit seinem 1966 erschienenen zweiteiligen Dokumentarfilm setzte er zu einer „Attacke“ dagegen an.