„Die Welt neu denken“ Auftakt zu 100 jahre bauhaus im westen

„100 Jahre Bauhaus im Westen“ ist der Institutionen- und Projektverbund zum 100 Gründungsjubiläum des Bauhauses in Nordrhein-Westfalen überschrieben! Wie füllen die Partner und Projekte unter der Leitung von LVR, LWL und dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft diesen Titel? Was hat NRW mit dem Bauhaus zu tun und von welchem Bauhaus reden wir? Welche Dimensionen kann ein Thema entwickeln, das im Verbund mit zwölf Bundesländern gefeiert und reflektiert wird?

Antworten hierzu und zu vielen weiteren Aspekten sowie neue Fragen werden auf dem Auftaktsymposium am 13. und 14. September in der Zeche Zollverein angestoßen. Die „Moderne im Rheinland“ ist mit einer Vielzahl an Aktivitäten dabei, u.a. mit einer eigenen Sektion am 14. September.

Programm, Anmeldung und weitere Informationen hier.

50 Jahre Otto-Pankok-Gesellschaft

Am Samstag, den 30.06.2018 feiert die Otto-Pankok-Gesellschaft ihren 50. Geburtstag und nimmt dies zum Anlass für ein umfangreiches Programm. Um 16.00 Uhr beginnt die Feierstunde in Haus Esselt in Drevenack, Festbeiträge kommen u.a. von Annette Burger sowie ein Festvortrag von Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufman zu Otto Pankok im Kontext der Nachkriegszeiten.

Informationen und Anmelung hier.

Dr. Christiane Heiser: „Den Sinn des Gebäudes vollenden“. Figurative Wandmalerei am Beginn des 20. Jahrhunderts

Gern informieren wir über den Vortrag „‚Den Sinn des Gebäudes vollenden‘. Figurative Wandmalerei am Beginn des 20. Jahrhunderts. Johan Thorn Prikker, Helmuth Macke, Heinrich Nauen, Heinrich Campendonk, Erich Heckel“ von Dr. Christiane Heiser am 7.6.2018, 19.30 Uhr im August Macke Haus Bonn anlässlich der Ausstellung „Helmuth Macke. Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden“.

Im Vorfeld wird eine Führung von Frau Dr. Heiser angeboten, weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des August Macke Hauses.

Tagung: „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920 bis 1945“

Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte sowie das LVR-Landesmuseum Bonn laden herzlich zur Tagung „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920-1945“ ein.

Zeit: 18.-19.06.2018

Ort: LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Anmeldung bis zum 11. Juni 2018

Das LVR-LandesMuseum Bonn lädt zur Tagung „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920 bis 1945“ ein. Der Landschaftsverband Rheinland, der nach 1945 im Wesentlichen die Aufgaben des Provinzialverbandes übernommen hat, stellt sich seiner Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Das Spannungsfeld Kulturpolitik präsentiert sich in seinen unterschiedlichen Facetten. Welche Schwerpunkte wurden in der Rheinprovinz in der Weimarer Republik sowie unter der nationalsozialistischen Herrschaft gesetzt und welche Rolle spielten die Museen? Wo zeigt sich die Einflussnahme der Provinzialverwaltung auf andere Institutionen und wie funktionierte eine politische Instrumentalisierung im Nationalsozialismus?

Durch das Erfassen und Beschreiben der Strukturen sowohl in der Weimarer Demokratie als auch vor dem Hintergrund der NS-Ideologie sollen die Besonderheiten der Kulturabteilung der rheinischen Provinzialverwaltung, ihr Selbstverständnis als Institution und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure gezeigt und diskutiert werden.

Weitere Informationen hier.

Macht und Ohnmacht der Literatur. Ein Workshop

„Wenn dieses Buch ein Maschinengewehr wäre, würde ich Sie damit jetzt niederschießen“, so Rolf Dieter Brinkmann, Schriftsteller, an Marcel Reich-Ranicki, Literaturkritiker, 1968. Der Kritiker überlebte!

Was kann Literatur? Und in welchem Verhältnis steht sie zu Gesellschaft, Medien, Politik? Diese Fragen möchten wir mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Düsseldorf diskutieren. Anlass bieten die aktuell in der Öffentlichkeit zum Teil hitzig und oft nur einseitig geführten Debatten um das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft: Dazu gehört zunächst die Diskussion um die Entfernung des Gedichts „Avenidas“ von Eugen Gomringer von der Südfassade der Alice-Salomon-Hochschule Berlin auf Anregung der dortigen Studierendenvertretung. Ebenso aktuell sind die Debatten um Autoren, die sich selbst als Meinungsmacher in die politische Debatte einbringen und so Polemiken auslösen, wie Uwe Tellkamp mit der Äußerung seines Generalverdachts, der Großteil der nach Deutschland Geflüchteten wolle in die Sozialsysteme einwandern. Der Skandal um die Echo-Verleihung an Kollegah und Farid Bang und die Frage der Reaktion darauf von KollegInnen wie Campino zeigt, wie die Sprache der Musikkultur Auslöser für öffentliche Debatten sein kann. Und auch das Aussetzen des Literaturnobelpreises für das Jahr 2018 aufgrund der ungeklärten Zustände im Entscheidergremium fordert zu einer kritischen Betrachtung und Stellungnahme heraus.

Wir können dies als „dumme Rempeleien von links und rechts“ betrachten, wie der Lyriker Durs Grünbein, der sich auf diese Art der Diskursbildung nicht einlassen möchte. Wir können diese Vorfälle jedoch auch als Indikatoren für eine gesellschaftliche Konfliktsituation lesen und problematisieren, um so eine Sensibilisierung für öffentliche Meinungsbildung zu erreichen und der Frage nachzugehen, welche Rolle der Literatur heute zukommt. Wir laden Sie herzlich ein, dies offen und kontrovers zu diskutieren.

Presse:

Für die Uni hat Dr. Victoria Meinschäfer einen Bericht über die Veranstaltung verfasst, den Sie hier finden.

Programm:

2.7.2018, 11-15.30 Uhr, Berger Kirche, Von Macht und Ohnmacht der Literatur. Workshop mit Prof. Dr. Rainer Fretschner, PD Dr. Vera Gerling, Dr. Jasmin Grande, Dr. Verena Meis, Dr. Angela Weber

2.7.2018 18 Uhr, Haus der Universität Düsseldorf, Das eigene Andere – autoritäre Normierung von Identität bei den Neuen Rechten. Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Rainer Fretschner

7.7.2018, 16 Uhr, Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf, „Punk macht mich genauso an wie ein schöner Gustav Mahler.“ Text Ton Agitation bei Floh de Cologne. Ausstellung und Gespräch. Mit Dieter Klemm (Floh de Cologne), Björn Beneditz (Deichkind), Felix Klopotek („Zonen der Selbstoptimierung“). Moderiert von Philipp Holstein

Fotonachweis: Jochen Müller / Heinrich-Heine-Universität