Dr. Christiane Heiser: „Den Sinn des Gebäudes vollenden“. Figurative Wandmalerei am Beginn des 20. Jahrhunderts

Gern informieren wir über den Vortrag „‚Den Sinn des Gebäudes vollenden‘. Figurative Wandmalerei am Beginn des 20. Jahrhunderts. Johan Thorn Prikker, Helmuth Macke, Heinrich Nauen, Heinrich Campendonk, Erich Heckel“ von Dr. Christiane Heiser am 7.6.2018, 19.30 Uhr im August Macke Haus Bonn anlässlich der Ausstellung „Helmuth Macke. Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden“.

Im Vorfeld wird eine Führung von Frau Dr. Heiser angeboten, weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des August Macke Hauses.

Tagung: „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920 bis 1945“

Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte sowie das LVR-Landesmuseum Bonn laden herzlich zur Tagung „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920-1945“ ein.

Zeit: 18.-19.06.2018

Ort: LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn

Anmeldung bis zum 11. Juni 2018

Das LVR-LandesMuseum Bonn lädt zur Tagung „Kulturpolitik der rheinischen Provinzialverwaltung 1920 bis 1945“ ein. Der Landschaftsverband Rheinland, der nach 1945 im Wesentlichen die Aufgaben des Provinzialverbandes übernommen hat, stellt sich seiner Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Das Spannungsfeld Kulturpolitik präsentiert sich in seinen unterschiedlichen Facetten. Welche Schwerpunkte wurden in der Rheinprovinz in der Weimarer Republik sowie unter der nationalsozialistischen Herrschaft gesetzt und welche Rolle spielten die Museen? Wo zeigt sich die Einflussnahme der Provinzialverwaltung auf andere Institutionen und wie funktionierte eine politische Instrumentalisierung im Nationalsozialismus?

Durch das Erfassen und Beschreiben der Strukturen sowohl in der Weimarer Demokratie als auch vor dem Hintergrund der NS-Ideologie sollen die Besonderheiten der Kulturabteilung der rheinischen Provinzialverwaltung, ihr Selbstverständnis als Institution und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure gezeigt und diskutiert werden.

Weitere Informationen hier.

Macht und Ohnmacht der Literatur. Ein Workshop

„Wenn dieses Buch ein Maschinengewehr wäre, würde ich Sie damit jetzt niederschießen“, so Rolf Dieter Brinkmann, Schriftsteller, an Marcel Reich-Ranicki, Literaturkritiker, 1968. Der Kritiker überlebte!

Was kann Literatur? Und in welchem Verhältnis steht sie zu Gesellschaft, Medien, Politik? Diese Fragen möchten wir mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Düsseldorf diskutieren. Anlass bieten die aktuell in der Öffentlichkeit zum Teil hitzig und oft nur einseitig geführten Debatten um das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft: Dazu gehört zunächst die Diskussion um die Entfernung des Gedichts „Avenidas“ von Eugen Gomringer von der Südfassade der Alice-Salomon-Hochschule Berlin auf Anregung der dortigen Studierendenvertretung. Ebenso aktuell sind die Debatten um Autoren, die sich selbst als Meinungsmacher in die politische Debatte einbringen und so Polemiken auslösen, wie Uwe Tellkamp mit der Äußerung seines Generalverdachts, der Großteil der nach Deutschland Geflüchteten wolle in die Sozialsysteme einwandern. Der Skandal um die Echo-Verleihung an Kollegah und Farid Bang und die Frage der Reaktion darauf von KollegInnen wie Campino zeigt, wie die Sprache der Musikkultur Auslöser für öffentliche Debatten sein kann. Und auch das Aussetzen des Literaturnobelpreises für das Jahr 2018 aufgrund der ungeklärten Zustände im Entscheidergremium fordert zu einer kritischen Betrachtung und Stellungnahme heraus.

Wir können dies als „dumme Rempeleien von links und rechts“ betrachten, wie der Lyriker Durs Grünbein, der sich auf diese Art der Diskursbildung nicht einlassen möchte. Wir können diese Vorfälle jedoch auch als Indikatoren für eine gesellschaftliche Konfliktsituation lesen und problematisieren, um so eine Sensibilisierung für öffentliche Meinungsbildung zu erreichen und der Frage nachzugehen, welche Rolle der Literatur heute zukommt. Wir laden Sie herzlich ein, dies offen und kontrovers zu diskutieren.

Presse:

Für die Uni hat Dr. Victoria Meinschäfer einen Bericht über die Veranstaltung verfasst, den Sie hier finden.

Programm:

2.7.2018, 11-15.30 Uhr, Berger Kirche, Von Macht und Ohnmacht der Literatur. Workshop mit Prof. Dr. Rainer Fretschner, PD Dr. Vera Gerling, Dr. Jasmin Grande, Dr. Verena Meis, Dr. Angela Weber

2.7.2018 18 Uhr, Haus der Universität Düsseldorf, Das eigene Andere – autoritäre Normierung von Identität bei den Neuen Rechten. Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Rainer Fretschner

7.7.2018, 16 Uhr, Heine Haus Literaturhaus Düsseldorf, „Punk macht mich genauso an wie ein schöner Gustav Mahler.“ Text Ton Agitation bei Floh de Cologne. Ausstellung und Gespräch. Mit Dieter Klemm (Floh de Cologne), Björn Beneditz (Deichkind), Felix Klopotek („Zonen der Selbstoptimierung“). Moderiert von Philipp Holstein

Fotonachweis: Jochen Müller / Heinrich-Heine-Universität

Ausstellung „Der große Krieg im Kleinformat“

Das Museum Schloss Moyland zeigt vom 17.6. bis zum 30.09.2018 die Ausstellung „Der Große Krieg Kleinformat. Graphik und Medaillenkunst zum Ersten Weltkrieg“ der LETTER Stiftung.

Wie in früheren Kriegen wurde auch im Ersten Weltkrieg nicht zuletzt mit Worten und Bildern gestritten. Doch jenseits der Bildpropaganda in Flugblatt und Postkarte entstanden gerade in Deutschland Graphiken, Medaillen und Plaketten, die das Kriegsgeschehen zwischen Patriotismus und blankem Entsetzen dokumentierten und deuteten. In ihnen spiegelt sich wider, wie sich anfängliche Begeisterung zu Desillusionierung und Verzweiflung wandelte. In Entsprechung zur emotionalen Erschütterung prägten vielfach expressionistische Stilmittel die künstlerische Ausdrucksweise.

Die Ausstellung von LETTER Stiftung (Köln) knüpft an zentrale Sammlungsbereiche des Museums Schloss Moyland an.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier..

Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Bücherverbrennung in Köln

Am 17. Mai 2018 wird mit der Gedenkveranstaltung „Wider den undeutschen Geist“ das über zwanzig Jahre währende Erinnerungsprojekt zur Bücherverbrennung in Köln statt: 

„Die in zahlreichen deutschen Universitätsstädten durchgeführten Bücherverbrennungen waren im Zuge der Machtergreifung ein Höhepunkt der Nazi-Kampagne gegen sogenanntes „undeutsches Schrifttum“. Die als „Wider den undeutschen Geist“ bezeichnete Aktion war ein Verbrechen gegen den deutschen Geist und die Freiheit des Wortes, letztendlich auch der Beginn einer grauenvollen zwölfjährigen faschistischen Diktatur, die auch vor der Verbrennung von Menschen nicht zurückschreckte.

Seit 2001 erinnert die Fachhochschule Köln gemeinsam mit der Universität zu Köln – seit 2005 auch mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln – und weiteren Kooperationspartnern an die von den Nationalsozialisten veranlasste und inszenierte Bücherverbrennung vor der ‚Alten Universität‘ in Köln.“

Informationen zum Projekt, die Liste der erinnerten SchriftstellerInnen und zum Programm finden Sie hier. Unser Arbeitskreismitglied Walter Vitt, der das Projekt initiiert und über die Jahre begleitet hat, wird dort über das Format und die Erfahrungen erinnern. Der Eintritt ist frei. 

Weitere Infos: https://www.verwaltung.th-koeln.de/kalender/2012/04/verw_msg_04839.html 

Kunstmittag von und mit Dr. Christiane Heiser über „Helmuth Macke“ im neuen AMH!

Am Sonntag, den 3.6.2018, findet im August Macke Haus Bonn der nächste Kunstmittag von Dr. Christiane Heiser statt!

Helmuth Macke steht noch immer im Schatten seinen bekannten Cousins August, dabei ist sein Werk spannend und vielfältig. Und nicht nur das: Seine Künstlerfreunde des BLAUEN REITER hielten ihn zeitweise sogar für talentierter!! Oder wie der Sammler Bernhard Koehler formulierte:

„Aus dem wird was…Besser, du kaufst ihm eine Studie ab für 50 Mark, als daß Du einen Manet, der auch einmal einer der jüngsten war, jetzt für 100.000 Mark kaufst.“

Der 125. Geburtstag ist nun Anlass für eine außerordentlich sehenswerte Ausstellung im Bonner August Macke Haus. Sie zeigt Helmuth Macke erstmals im Kontext seiner EXPRESSIONISTISCHEN KÜNSTLERFREUNDE und verortet ihn als Teil der damaligen Avantgardeszene.

Denn der Krefelder Schüler Johan Thorn Prikkers hat ein eigenständiges,  ausdrucksstarkes Werk geschaffen, expressives Landschaften, Porträts und Stillleben gemalt. Und doch ist er beinahe in Vergessenheit geraten.

Die Ausstellung wirft einen neuen Blick  auf den Künstler, beleuchtet seine Persönlichkeit und seinen Werdegang im künstlerischen Dialog, u.a. mit Heinrich Campendonk, Wilhelm Wieger, Heinrich und Marie NauenAugust Macke, Franz und Maria Marc, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel, Max Pechstein und Hans Thuar.

Wir besichtigen nicht nur die atmosphärisch dichte Schau, zu deren Katalog ich einen Text beisteuern durfte: seit letztem Jahr lockt das Macke Haus zudem mit einem schmucken ERWEITERUNGSBAU und einer gelungenen Neueinrichtung des ehemaligen ATELIERHAUSES, die wir ebenfalls in Augenschein nehmen.

Grund genug für einen Ausflug nach Bonn!

WANN: Sonntag, den 3.6.2017, um 12.30 Uhr

TREFFPUNKT: Museum August Macke HausHochstadenring 36, 53119 Bonn

UNKOSTENBEITRAG: 18 Euro (inkl. Eintritt)

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitte ich um verbindliche Anmeldung unter kontakt@christiane-heiser.de

Wie immer gibt es im Anschluß Gelegenheit, die Gespräche bei Kaffee und Kuchen
weiterzuführen.

Ich freue mich auf den gemeinsamen Kunstmittag

Ihre / Eure

Christiane Heiser